Blutige Eskalation in Dresdner Regionalzug: Einsatzkräfte stellen Angreifer
Dresden - Blutige Eskalation in Dresden: Ein Mann (26) hat in der Nacht auf Montag seine Begleiterin (18) während einer Zugfahrt attackiert.
Wie Bundespolizei-Sprecher Martin Ebermann (39) gegenüber TAG24 mitteilte, geschah der Vorfall gegen 0.50 Uhr in einem "trilex"-Fahrzeug der Linie RB60/61.
Kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof habe der Palästinenser der jungen Syrerin nach einem Streit ins Gesicht geschlagen. "Sie erlitt eine blutende Platzwunde an der Lippe und stand unter Schock."
Eine Kundenbetreuerin habe den Angriff bemerkt und die Beamten alarmiert. Selbst während der Kontrolle sei der Tatverdächtige durch seine Beleidigungen gegenüber der 18-Jährigen aufgefallen. "Trotz fehlender Anzeige der verängstigten Frau leitete die Bundespolizei ein Verfahren wegen Körperverletzung von Amts wegen ein."
Bei der anschließenden Durchsuchung des 26-Jährigen hätten die Beamten zudem noch drei Kapseln eines verschreibungspflichtigen Medikaments ohne notwendige Verordnung entdeckt. Gegen den Mann laufe daher auch ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.
Festnahme im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Tschechien und Deutschland
Im Knast endete für einen 36-Jährigen am Sonntag die Fahrt im Comfort-Jet 178 von Prag nach Dresden und weiter bis Berlin.
Der Reisende wurde nach dem Halt in Bad Schandau durch Beamte einer Grenzkontrolle unterzogen. Dabei stellten sie fest, dass gegen ihn zwei offene Haftbefehle der Dresdner Staatsanwaltschaft vorlagen.
"Der Mann war wegen Diebstahls und Bedrohung zu Geldstrafen von insgesamt knapp 1900 Euro verurteilt worden, die er bislang nicht beglichen hatte", heißt es. Auch im Fernzug habe er den Betrag nicht zahlen können.
Die Konsequenz: Zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe sei der Tscheche in die JVA Dresden eingeliefert worden.
Titelfoto: Holm Helis

