Graffiti-Attacke auf Straßenbahn in Dresden: Polizei äußert sich zu Tatverdächtigen

Dresden - Die Dresdner Polizei hat sich nach den Attacken auf zwei Straßenbahnen in der Silvesternacht zu den mutmaßlichen Tätern geäußert.

Die DVB-Tram wurde mit linksextremistischen Schriftzügen besprüht.
Die DVB-Tram wurde mit linksextremistischen Schriftzügen besprüht.  © VersaRed.Foto

"Mit Blick auf die festgestellten Graffiti sind die Täter im linken Spektrum zu verorten", teilte die Polizeidirektion am Dienstag gegenüber TAG24 mit. "Eine besondere Erklärung bedürfen diese Symboliken sicher nicht."

Genauer gesagt: Die Randalierer sprühten unter anderem das bekannte Anarchie-Zeichen (der Buchstabe A, umgeben von einem Kreis), den Polizei-abwertenden Slogan "ACAB" und den Schriftzug "ANTIFA" auf zwei Straßenbahnen der Linie 13.

Die beiden Trams zwangen sie zuvor mit einer in Brand gesteckten Blockade auf den Gleisen zum Anhalten. Auch Steine flogen auf das DVB-Eigentum.

Dresden: Angriff im Dresdner Hauptbahnhof: 17-Jährige kauert weinend am Boden
Dresden Crime Angriff im Dresdner Hauptbahnhof: 17-Jährige kauert weinend am Boden

Während der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden die Ermittlungen in dem Fall übernommen hat, sind noch keine Tatverdächtigen bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Eine Gruppe von rund 50 Personen hatte zuvor die Gleise mit brennendem Gerümpel blockiert.
Eine Gruppe von rund 50 Personen hatte zuvor die Gleise mit brennendem Gerümpel blockiert.  © VersaRed.Foto

Um das linksextremistische Gekritzel von der Straßenbahn zu entfernen, entstanden für die Dresdner Verkehrsbetriebe Kosten in Höhe von rund 2000 Euro. CDU-Stadtrat Johannes Schwenk (34) warnte angesichts des Vorfalls bereits von einer "zunehmenden Radikalisierung" der linksextremistischen Szene.

Titelfoto: VersaRed.Foto

Mehr zum Thema Dresden Crime: