Graffiti-Attacke auf Straßenbahn in Dresden: Polizei äußert sich zu Tatverdächtigen
Dresden - Die Dresdner Polizei hat sich nach den Attacken auf zwei Straßenbahnen in der Silvesternacht zu den mutmaßlichen Tätern geäußert.
"Mit Blick auf die festgestellten Graffiti sind die Täter im linken Spektrum zu verorten", teilte die Polizeidirektion am Dienstag gegenüber TAG24 mit. "Eine besondere Erklärung bedürfen diese Symboliken sicher nicht."
Genauer gesagt: Die Randalierer sprühten unter anderem das bekannte Anarchie-Zeichen (der Buchstabe A, umgeben von einem Kreis), den Polizei-abwertenden Slogan "ACAB" und den Schriftzug "ANTIFA" auf zwei Straßenbahnen der Linie 13.
Die beiden Trams zwangen sie zuvor mit einer in Brand gesteckten Blockade auf den Gleisen zum Anhalten. Auch Steine flogen auf das DVB-Eigentum.
Während der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden die Ermittlungen in dem Fall übernommen hat, sind noch keine Tatverdächtigen bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Um das linksextremistische Gekritzel von der Straßenbahn zu entfernen, entstanden für die Dresdner Verkehrsbetriebe Kosten in Höhe von rund 2000 Euro. CDU-Stadtrat Johannes Schwenk (34) warnte angesichts des Vorfalls bereits von einer "zunehmenden Radikalisierung" der linksextremistischen Szene.
Titelfoto: VersaRed.Foto
