Fahne angezündet, Helferin mit Bier übergossen: Die Linke spricht von "Neonaziangriff" auf Parteistand in Gorbitz

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Dresden - Eskalation am Donnerstagabend in Gorbitz: Eine Gruppe von bis zu zehn Männern hat einen Partei-Stand am Amalie-Dietrich-Platz attackiert!

Am Amalie-Dietrich-Platz in Dresden-Gorbitz kam es am Donnerstag zu einem Angriff auf einen Stand der Partei Die Linke. (Archivfoto)
Am Amalie-Dietrich-Platz in Dresden-Gorbitz kam es am Donnerstag zu einem Angriff auf einen Stand der Partei Die Linke. (Archivfoto)  © Sebastian Kahnert/dpa

Ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden bestätigte auf Anfrage von TAG24, dass es sich dabei um einen Stand der Partei Die Linke handelte.

Laut Polizei beschimpfte die Gruppe zunächst die anwesenden Mitarbeiter. Anschließend entwendeten die Männer eine Partei-Fahne, steckten sie in Brand und brachten die beschädigte Flagge zurück. Danach flüchteten sie.

Alarmierte Beamte konnten kurze Zeit später einen 44-jährigen Deutschen als Tatverdächtigen ausfindig machen. Gegen ihn und weitere Beteiligte wird nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt.

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Die Partei selbst schildert den Vorfall noch drastischer: Nach Angaben der Linken ereignete sich der Angriff während ihrer regelmäßig stattfindenden "Küche für Alle", bei der kostenlos Essen an die Nachbarschaft ausgegeben wird.

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Die "Küche für Alle" soll weitergehen

In einer Pressemitteilung ist von einem "Neonaziangriff" die Rede. Demnach sollen aus der Gruppe Parolen wie "Scheiß-Zecken" und "Zecke, verrecke" gerufen worden sein. Außerdem sei eine ehrenamtliche Helferin mit Bier überschüttet worden, bevor die Täter die Fahne schließlich an sich rissen und anzündeten.

Der Vorsitzende der Linken Dresden, Florian Berndt, verurteilte den Vorfall scharf. "Wer Menschen angreift, die kostenlos Essen verteilen, zeigt vor allem eins: grenzenlose Menschenverachtung. Dieser Angriff galt nicht nur uns als Linken, sondern den Menschen, die unter Armut und Einsamkeit leiden. Nazis wollen einschüchtern, verdrängen und Angst machen. Unsere Antwort ist das Gegenteil: Wir bleiben sichtbar, wir bleiben solidarisch, wir machen weiter", erklärte er.

Die "Küche für Alle" werde trotz des Angriffs fortgesetzt.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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