Mann randaliert in Regionalexpress: Am nächsten Bahnhof war Schluss mit lustig
Dresden - Die Bundespolizei hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Neben einer versuchten Körperverletzung in einem Zug wurden auch einige Drogen gefunden.
Am Freitag randalierte ein Mann am Nachmittag auf der Fahrt eines Regionalexpresses von Dresden nach Leipzig. Der 28-Jährige hatte sich über einen längeren Zeitraum in der Zugtoilette eingeschlossen, schlug zudem grundlos gegen Wände und Türen.
Als sich ein Kundenbetreuer an den Mann wandte, versuchte dieser, ihm ein Bein wegzuziehen.
Kurz bevor der Regio Wurzen erreichte, rannte der 28-Jährige laut Bundespolizei "rücksichtslos" durch den voll besetzten Zug. Am Bahnhof war dann aber Schluss mit lustig.
Dort hatten sich bereits Polizei und Rettungskräfte positioniert und nahmen den polnischen Staatsangehörigen in Empfang.
Gegen ihn wird nun wegen versuchter Körperverletzung ermittelt.
Drogenfund am Dresdner Hauptbahnhof
In der Nacht zum Sonntag konnten Beamte der Bundespolizei am Dresdner Hauptbahnhof bei zwei möglichen Dealern gleich mehrere Verstöße feststellen.
Während einer Kontrolle entdeckten sie bei einem 21-Jährigen verkaufsfertige Cliptütchen mit Cannabis sowie Bargeld, das szenetypisch gestückelt war. Der Syrer war den Einsatzkräften kein Unbekannter und bereits in der Vergangenheit wegen Drogenhandel aufgefallen.
Sein Begleiter (22) hatte nicht nur ebenfalls Cannabis dabei, sondern führte auch ein Handy bei sich, das im Mai vergangenen Jahres in Berlin als gestohlen gemeldet worden war. Der Staatenlose hielt sich zudem unerlaubt in Deutschland auf.
Außerdem fand man bei den beiden zwei fremde Debitkarten. Auf Nachfrage behaupteten die jungen Männer, die Karten in der Straßenbahn gefunden zu haben. Gegen beide wird nun ermittelt.
Weitere Drogenfunde machte die Bundespolizei jeweils am Freitag und Samstag in einem RailJet-Zug sowie am Sonntag in einem Eurocity.
Titelfoto: Robert Michael/dpa

