Nur Barzahlung möglich: Kunstsammlungen bleiben nach Hackerangriff weiter eingeschränkt

Dresden - Der Hacker-Angriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat heftigere Auswirkungen als bislang vermutet.

Wer hinter dem Hacker-Angriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden steckt, ist noch unklar. (Symbolfoto)
Wer hinter dem Hacker-Angriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden steckt, ist noch unklar. (Symbolfoto)  © IMAGO/VectorFusionArt

So ist das Ticket-System auf nicht absehbare Zeit gestört. Wer das Grüne Gewölbe oder eines der anderen 16 Museen des SKD-Verbundes besuchen will, braucht Bargeld.

Noch immer ist nicht klar, wer hinter dem digitalen Angriff auf Sachsens Schatzkammern steht. Die Dresdner Polizei und das Landeskriminalamt ermitteln.

"Nach dem derzeitigen Informationsstand ist beabsichtigt, das Verfahren in der Zentralstelle Cybercrime Sachsen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zu führen", erklärte Staatsanwalt Patrick Pintaske.

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Unterdessen haben die Folgen des Cyberangriffs weiter Auswirkungen auf den Besucherverkehr. Aktuell seien weder der Online-Verkauf von Tickets noch Kartenzahlung an den Kassen möglich, sagte SKD-Sprecherin Anja Priewe der TAG24-Redaktion.

Für die Dresdner Museen heißt es jetzt: "Nur Bares ist Wahres"

Besucher-Gruppen vor dem Eingang zum Grünen Gewölbe. Tickets können aktuell nur mit Bargeld erworben werden.
Besucher-Gruppen vor dem Eingang zum Grünen Gewölbe. Tickets können aktuell nur mit Bargeld erworben werden.  © Imago/Andreas Weihs

Nur Bares ist Wahres heißt es deshalb bis auf Weiteres an den Eingängen der Museen.

Dazu gehören neben dem Grünen Gewölbe, der Gemäldegalerie Alte Meister und der Porzellansammlung im Zwinger auch das Kunstgewerbemuseum auf Schloss Pillnitz sowie die Völkerkundemuseen in Leipzig (Grassi) und Herrnhut.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die technischen Probleme zu lösen", versprach Priewe. Immerhin ist die Website schon wieder online.

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Auch können bereits erworbene Online-Tickets vor Ort ausgelesen werden. Und: Sicherheitssysteme seien vom Hacker-Angriff nicht betroffen, versicherte die SKD-Sprecherin.

Titelfoto: Imago/Andreas Weihs

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