"Scheiß Deutsche": Bundespolizei hat an Dresdens Bahnhöfen mächtig zu tun
Dresden - Am Wochenende kam es in Dresden zu mehreren Einsätzen, bei denen die Bundespolizei eingreifen musste. Der erste Vorfall ereignete sich am Freitag am Wiener Platz.
Dort hatten laut Bundespolizei Dresden eine 15-jährige Tschechin und ein 22-jähriger Syrer eine Schulklasse samt Lehrerin belästigt.
Dabei habe die 15-Jährige fremdenfeindliche Beleidigungen wie "Scheiß Deutsche" geäußert und mehrere Personen der Gruppe sowie die Lehrerin mit einer Einkaufstüte geschlagen.
Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Am späten Samstagabend, gegen 23 Uhr, kontrollierten Einsatzkräfte zudem eine 42-jährige deutsche Frau im Hauptbahnhof, die bereits polizeilich bekannt war und unter Alkoholeinfluss stand. Gegen sie lag ein Hausverbot vor.
Frau mit Hausverbot im Hauptbahnhof verletzte einen Polizisten
Bei der Kontaktaufnahme mit den Beamten reagierte die Frau den Angaben zufolge sofort aggressiv und leistete erheblichen Widerstand, als sie zur Wache gebracht werden sollte. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.
Die Frau muss sich nun unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Hausfriedensbruchs verantworten.
Auch am Sonntagnachmittag kam es zu einem Einsatz, diesmal im Bahnhof Dresden-Neustadt, nachdem Passanten einen Mann gemeldet hatten, der eine Schusswaffe auf den Boden geworfen haben sollte.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es sich um eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe handelte. Ein 30-jähriger slowakischer Staatsangehöriger, dem die Spielzeugwaffe gehörte, konnte kurze Zeit später angetroffen werden.
Die Waffe wurde sichergestellt, gegen ihn wird wegen des Führens einer Anscheinswaffe ermittelt.
Titelfoto: Bildmontage: Bundespolizei, Ove Landgraf

