Tod in Kauf genommen: Brutaler Angriff in Dresdner Innenstadt!

Dresden - Die Dresdner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, nachdem ein 34-Jähriger einen zehn Jahre älteren Mann hinterrücks angegriffen und dessen Tod in Kauf genommen habe.

Auf der Treppe am Ufa Kristallpalast kam es zur brutalen Attacke auf einen Inder. (Archivbild)
Auf der Treppe am Ufa Kristallpalast kam es zur brutalen Attacke auf einen Inder. (Archivbild)  © Norbert Neumann

Die üble Attacke trug sich bereits am 31. August des vergangenen Jahres an der Treppe vorm Ufa Kristallpalast an der St. Petersburger Straße im Dresdner Stadtzentrum zu. Der 34-jährige Inder geriet in einen – zunächst verbalen – Streit mit einem 44-jährigen Inder. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde dieser nach einiger Zeit beendet.

Der Ältere der beiden setzte sich daraufhin auf die Treppe "und rechnete nicht mehr mit einem Angriff", hieß es. Doch der 34-Jährige legte dann erst so richtig los mit seinem Angriff.

Er schlich sich von hinten an, nahm den Erkenntnissen zufolge eine Bierflasche und zertrümmerte diese auf dem Hinterkopf seines Gegenübers. Das Opfer ging darauf zu Boden.

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Dem Angreifer reichte das aber noch lange nicht: Mit der zerbrochenen Flasche schnitt der 34-Jährige den Hals des anderen Mannes auf. Dabei nahm er laut Staatsanwaltschaft "den Tod des Geschädigten zumindest billigend in Kauf".

Danach floh der Inder vom Tatort, kümmerte sich nicht mehr um das nun schwer verletzte Opfer, das in Lebensgefahr schwebte.

Dresden: Tatverdächtiger nach knapp einem Jahr gefasst

Die Polizei nahm den Tatverdächtigen im August dieses Jahres fest. Danach kam er in Untersuchungshaft. (Symbolbild)
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen im August dieses Jahres fest. Danach kam er in Untersuchungshaft. (Symbolbild)  © Unsplash/Jonas Augustin

Die gute Nachricht: "Entgegen der Vorstellung des Beschuldigten überlebte der Geschädigte durch eine Notoperation im Krankenhaus", ließ die Staatsanwaltschaft wissen.

Und der Tatverdächtige wurde nach langer Zeit gefasst. Den Ermittlern zufolge tauchte der Mann zunächst unter. Doch nach gut einem Jahr, am 23. August, klickten die Handschellen. Der 34-Jährige sitzt seit dem in U-Haft. Zu den Vorwürfen habe er bislang keine Angaben gemacht.

Wann der Prozess gegen ihn wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung startet, muss das Landgericht noch entscheiden.

Titelfoto: Norbert Neumann

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