Wunder-Medikament für 125.000 Euro: Dresdner Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Dresden/Meißen - Die Dresdner Polizei warnt vor einer neuen Variante von Schockanrufen, bei denen sich die Betrüger als Krankenhaus-Professoren ausgeben.

In Dresden und Umgebung versuchen Betrüger derzeit, älteren Menschen mit einer neuen Masche das Geld aus der Tasche zu ziehen. (Symbolfoto)  © Bernd Weißbrod/dpa

Ein Frau (79) aus Dresden-Weißig sowie ein Ehepaar (63, 64) wurden am Dienstag bereits Zeugen der neuen Betrugsmasche, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

In beiden Fällen war das Vorgehen der dreisten Täter nahezu identisch: Sie gaben sich am Telefon als Professor oder Professorin eines Krankenhauses aus und behaupteten, dass nur ein sehr kostspieliges Medikament aus der Schweiz eine angeblich erkrankte Tochter retten könne.

Gegenüber dem Ehepaar in Meißen verlangten die Schock-Anrufer direkt mal 125.000 Euro. Als die Betroffenen erklärten, nur im Besitz von 2000 Euro zu sein, wurde trotzdem vor einer Klinik ein Treffpunkt für die Geldübergabe vereinbart.

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Nur, weil das Telefonat mit den Tätern unterwegs abbrach und die tatsächliche Tochter der Eheleute anrief, konnte ein Schaden abgewendet werden.

Die betroffene Dresdnerin wimmelte die Betrüger hingegen direkt ab, nachdem diese sich erkundigt hatten, wie viel sie denn für das Wunder-Medikament zahlen könne. Zusätzlich registrierte die Polizei seit Dienstag 17 weitere Schockanrufe im Bereich Meißen mit ähnlichem Schema. Mal waren es Ärzte, mal Polizisten oder Anwälte.

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Die Polizei rät dazu, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und keinesfalls Geld an Unbekannte zu übergeben oder zu überweisen. Im Verdachtsfall immer die Polizei anrufen!

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