Ins Koma geprügelt oder tragischer Unfall? Polizei sucht Zeugen nach Fund von 53-Jährigem in der Friedrichstadt

Dresden - Bei diesem mysteriösen Fall braucht die Polizei Eure Hilfe. Passanten fanden in der Männertagsnacht von Donnerstag auf Freitag einen schwer verletzten Mann in der Friedrichstadt in Dresden.

Passanten fanden den Mann im Bereich der Haltestelle "Krankenhaus Friedrichstadt". (Archivfoto)  © Holm Helis

Zuvor hatte sich der Deutsche (53) in der Notaufnahme des Krankenhaus Friedrichstadt vorgestellt. Weshalb, das falle unter die Schweigepflicht, so ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.

Als ein Arzt ihm mitteilte, er müsse über Nacht bleiben, entließ sich der 53-Jährige kurzerhand selbst - nur um eine Viertelstunde später mit schwersten Verletzungen wieder eingeliefert zu werden.

Gegen 23.50 Uhr verließ er das Krankenhaus, kurz nach Mitternacht fand eine Rettungswagenbesatzung den Herren im Straßenbahn-Gleisbett vor der Haltestelle "Krankenhaus Friedrichstadt".

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Nach TAG24-Infos wies der Bewusstlose schwerste Kopf- und Körperverletzungen auf. Die Sanitäter schleppten den 53-Jährigen umgehend zurück ins Krankenhaus. Dort liegt er nach aktuellem Kenntnisstand noch immer im Koma.

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Was in dieser Viertelstunde passiert ist, blieb bis zuletzt unklar. DVB-Sprecher Christian Schmidt (48) schloss einen Unfall mit Bus oder Bahn gegenüber TAG24 am Sonntag aus. Die Linie 10 verkehre um diese Uhrzeit nicht mehr, ein Bus fuhr an ihm nicht vorbei.

Wurde der 53-Jährige also ins Koma geprügelt - oder ist der nach derzeitigen Erkenntnissen nüchterne Mann nur sehr kompliziert gestürzt?

Die Dresdner Polizeidirektion bittet um Mithilfe: "Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Geschehen gemacht?" Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Erstmeldung am 17. Mai, 11.56 Uhr. Update um 13.33 Uhr.

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