Millionen-Zuschuss für die Dresdner City: Seestraße wird zur Begegnungs-Zone

Dresden - Es ist ein trauriges Bild: In der Innenstadt steht mittlerweile jeder zehnte Laden in Erdgeschosslage leer. Mit einem Zukunftsprogramm will die Stadtverwaltung das in den nächsten drei Jahren ändern.

Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) will die Innenstadt fit für die Zukunft machen.
Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne) will die Innenstadt fit für die Zukunft machen.  © Norbert Neumann

Dafür gibt es vom Bund Fördergelder in Höhe von gut 1,8 Millionen Euro. Insgesamt sollen sogar über 2,5 Millionen Euro ausgegeben werden.

"Die Innenstadt hat schwere Jahre hinter sich und ist weiter im Krisenmodus", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (43, Grüne). Nun wolle man für "Dresdens gute Stube" eine Zukunftsstrategie erarbeiten.

Ziel: eine zukunftsfähige und krisenfeste City als Ort für Handel, Arbeit, Wohnen, Kultur, Freizeit und Gemeinschaft.

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Um das zu erreichen, will man auf das "Innovationspotenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft" setzen, erklärt Kulturamtsleiter David Klein (44).

Geplant sind die Schaffung einer Kreativraumbörse und die Anmietung von Räumlichkeiten, in denen Gewerbetreibende ihr Geschäftsmodell ausprobieren und Künstler sich präsentieren können. Mit neuen Marktformaten solle die Innenstadt sowohl für Händler als auch Besucher attraktiver werden.

Ein Verkehrsversuch soll die Seestraße zu einer lebendigen Begegnungszone machen. In den Aufbau eines neuen touristischen Fußgängerleitsystems sollen ebenfalls Gelder fließen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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