Besetzung fast komplett: Was der neue Krabat-Regisseur plant

Dresden - Nach den "Krabat-Festspielen" ist vor der "Krabat-Saga". Unter neuer Regie und neuem Namen wird im nächsten Jahr die Legende rund um die Schwarze Mühle erzählt.

Das Areal der alten "Krabat-Festspiele" lässt die Legende nun als "Krabat Saga" aufleben.
Das Areal der alten "Krabat-Festspiele" lässt die Legende nun als "Krabat Saga" aufleben.  © Foto Koch

Die Mühle lädt das erste Mal selbst als Veranstalter vom 19. Juni bis 7. Juli zu 16 Open-Air-Vorstellungen nach Schwarzkollm ein.

Regisseur Peter Siebecke (75) und Produzentin Doris Siebecke (71) hatten die Festspiele ins Leben gerufen und zehn Jahre erfolgreich inszeniert.

Nach Ablauf des Vertrages richtet nun die Mühle die "Krabat-Saga" aus - unter der Regie des Dresdner Autors & Schauspielers Michael Kuhn (45), der sich freut: "Die Besetzung ist fast komplett."

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Der Lausitzer Richard Fuchs (23), der 2012 mit seinem Zwillingsbruder Anton als Page bei den Festspielen anfing, übernimmt die Hauptrolle. "Ich halte auch an der Figur August des Starken fest", so Kuhn.

Die Figur des alten Schadowitz (gespielt bisher von Joachim Kaps) wird dagegen durch die gealterte Hanka (Krabats Frau) ersetzt.

Die Dresdner Musical-Sängerin Cornelia Drese (67) schlüpft in deren Rolle. "Jetzt suche ich noch Darsteller für den Schwarzen Müller und seine Frau."

Regisseur und Autor Michael Kuhn (45) hat auch viele Stücke für das Dresdner Boulevardtheater geschrieben.
Regisseur und Autor Michael Kuhn (45) hat auch viele Stücke für das Dresdner Boulevardtheater geschrieben.  © Norbert Neumann

Veränderungen auch im Mühlenareal

Veränderungen wird es auch im Mühlenareal geben. Hinter den ersten drei Reihen mit Tischen und Bänken soll eine Zuschauertribüne bessere Sicht ermöglichen. Bei der Ticketreservierung ist eine Platzauswahl geplant. Das Preisniveau (39 Euro bisher) soll stabil bleiben, die Parkplatzgebühren entfallen. Im Februar öffnen fünf Ferienhäuser für Urlauber.

"Die Mühle will sich verstärkt als sorbisches Kulturzentrum etablieren", blickt Geschäftsführer Tobias Zschieschick (46) in die Zukunft.

Titelfoto: Norbert Neumann, Foto Koch

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