Dresden/Gohrisch - Bevor es Freitag in der malerischen Sächsischen Schweiz losgeht, starten die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch (25. - 28. Juni) mit einem Sonderkonzert am Vorabend im Kulturpalast. Am Mittwochabend ist es so weit.
Die Sächsische Staatskapelle - langjähriger Kooperationspartner der Schostakowitsch Tage - widmet sich mit der Geigerin Isabelle Faust und dem Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Philippe Jordan zwei bedeutenden Werken Dmitri Schostakowitschs: dem Violinkonzert Nr. 2 sowie der Sinfonie Nr. 10.
Die Zehnte, die Schostakowitsch kurz nach dem Tod Stalins komponierte, wird häufig als künstlerische Auseinandersetzung mit den politischen und persönlichen Erfahrungen der vorausgegangenen Jahrzehnte verstanden.
"Sie ist laut und kräftig", sagt der Künstlerische Leiter Tobias Niederschlag. Nicht geeignet also für die Konzertscheune.
Die 17. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Tacheles 2026" und beteiligen sich am sächsischen Themenjahr der "Jüdischen Kultur".
Im Mittelpunkt steht unter anderem die enge Verbindung Dmitri Schostakowitschs zur jüdischen Musiktradition, deren Einfluss er selbst immer wieder hervorgehoben hat. Jüdische Begegnungen - dem haben sich die Schostakowitsch Tage in diesem Jahr verschrieben.
Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch: Auszeichnung für Pianistin Elisabeth Leonskaja
Im Mittelpunkt: Der Pianistin Elisabeth Leonskaja - die noch mit Schostakowitsch zusammenarbeitete - wird in diesem Jahr der Schostakowitsch-Preis verliehen. Sie wird auch in der Konzertscheune spielen.
"Ein Gipfeltreffen", sagt Tobias Niederschlag, "das ist sicherlich nicht untertrieben".
Programm und Kartenverfügbarkeit: www.schostakowitsch-tage.de