Olaf Schubert feiert Heimspiel in der Jungen Garde: Auch über Dresden wird ordentlich gewitzelt
Dresden - Heimspiel für Olaf Schubert! Mit seinem Programm "Jetzt oder Now?" hat das "Wunder im Pullunder" am Donnerstagabend die ausverkaufte Junge Garde zum Lachen gebracht. Dabei ging es kreuz und quer durch die großen Fragen unserer Zeit - und natürlich durfte auch die eine oder andere "Flachsrakete mit Lokalkolorit" nicht fehlen.
Eine lange Anreise hatte Olaf Schubert (58) nach eigenen Angaben jedenfalls nicht. Mit dem Fahrrad sei er gekommen, erzählte der Dresdner seinem Publikum. Schließlich sei der Auftritt in der Jungen Garde ein Heimspiel und deshalb für ihn auch der "angenehmste Auftritt des Jahres".
Die Voraussetzungen stimmten: Die Freilichtbühne war ausverkauft, immer wieder hallten lautes Gelächter und Applaus durch die Ränge. Einzelne Zuschauer konnten sich bei manchen Pointen kaum wieder einkriegen.
Unterstützt von seinen langjährigen Bühnenkollegen Jochen M. Barkas und Herrn Stephan machte sich der selbst ernannte "Gedankengigant" im gewohnten Pullunder daran, die Probleme der Welt zu lösen. Oder zumindest darüber zu reden.
Denn "Jetzt oder Now?" lebt vor allem von Schuberts ganz eigener Gedankenwelt. Stand-up, Dialoge mit seinen beiden Mitstreitern und musikalische Einlagen wechselten sich ab. Dazu kamen absurde Alltagsbeobachtungen ebenso wie aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen.
"Die Bullen" kommen - auch Sirenen sorgen für Lacher
Mal ging es um Arm und Reich, dann um Kriegstüchtigkeit und Wehrdienst, wenig später um Erotik und Geschlechter.
Beim Thema Aufrüstung reichten ihm Panzer offenbar nicht aus: Atombomben müssten her. Nur müssten die schließlich auch irgendwo getestet werden - schwierig in Deutschland mit all den Auflagen.
Die Lösung fand er kurzerhand vor der eigenen Haustür: Zwischen Dresden und Dippoldiswalde sei schließlich genügend freie Fläche.
Manchmal lieferte auch die Umgebung den Stoff für seine Witze gleich mit. Über längere Zeit waren Sirenen von draußen zu hören.
Schubert witzelte daraufhin über "die Bullen", die nun offenbar kämen, um ihn zu stoppen. Aus dem Konzept bringen ließ er sich davon natürlich nicht.
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Zum Schluss hat Olaf Schubert noch ein Versprechen für Dresden
Bei all den Wortspielen und absurden Gedankengängen zeigte Schubert aber auch seine musikalische Seite. Mit "Ich atme" eröffnete er den Abend, weitere Songs folgten zwischen den längeren Wortpassagen.
Dabei griff der 58-Jährige selbst zu verschiedenen Instrumenten - neben Flöte und Tamburin fiel vor allem das Theremin mit seinen ungewöhnlichen Klängen auf.
Für alle, die gegen Ende der Show angesichts der fortgeschrittenen Stunde schon ans Gehen dachten, hatte der Dresdner allerdings eine klare Antwort: Was sollte man um diese Uhrzeit schließlich noch im Großen Garten machen? "Da sind wir hier drinnen noch am sichersten", scherzte Schubert.
Also blieb das Publikum und bekam zum Abschluss noch ein besonderes Kompliment serviert. "Ihr seid das beste Publikum", hieß es im letzten Song, mit dem Schubert und seine Mitstreiter das Heimspiel musikalisch ausklingen ließen.
Dazu gab es ein Versprechen: "Wir kommen wieder." Und das "Wunder im Pullunder" hält Wort: Am 19. Juni 2027 kehren Olaf Schubert und seine Freunde mit "Jetzt oder Now?" in die Junge Garde zurück. Das Open Air beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Titelfoto: Montage: Ove Landgraf

