Dresden - Wie sicher ist ein Besuch auf dem Stadtfest? Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD ist die Terror-Angst wieder da. Auch das Wetter birgt Risiken - am Sonnabend soll das Thermometer auf bis zu 36 Grad klettern.
"Es gibt ein abgestimmtes Sicherheitskonzept, das den Ereignissen angepasst wird, die ringsum passieren", erklärt Stadtfest-Chef Frank Schröder (57). "Alleine von den privaten Sicherheitsdiensten haben wir mehrere Hundert Kräfte im Einsatz." Hinzu kommen Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt.
Außerdem können wieder alle Flächen mit Terrorsperren gesichert werden. Voriges Jahr musste das Festgelände verkleinert werden, weil "Zufahrtsschutzelemente" fehlten.
"Bei einem Gesamtbudget von 1,2 Millionen Euro geben wir 300.000 Euro für die Sicherheit aus. Im Verhältnis ist das Wahnsinn", findet Schröder. Vor acht Jahren habe man noch die Hälfte bezahlt.
Der wahrscheinlich sicherste Ort auf dem Stadtfest? Die "Blaulichtmeile" am Terrassenufer. Hier stellen etwa Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr Fahrzeuge aus und informieren über Jobs.
"Denn natürlich sind die Einsatzkräfte immer im Dienst." Sollte dort ein Angriff passieren, müssten sie handeln.
Besucher des Dresdner Stadtfests sollten auf erwartete Gluthitze aufpassen
"Als Polizei sind wir immer zuständig, wenn es um Leib und Leben geht", bestätigt Polizeisprecher Martin Ebermann (40) von der Bundespolizei Dresden.
Das gelte auch für medizinische Notfälle. "Letztes Jahr hatte ein älterer Herr einen Schwächeanfall an unserem Infostand. Natürlich haben wir Erste Hilfe geleistet."
Angesichts der erwarteten Gluthitze am Sonnabend sollten Besucher dieses Jahr besonders aufpassen. "Das bedeutet vor allem, genug zu trinken - aber keinen Alkohol", sagt Ulrike Peter (47) vom Deutschen Roten Kreuz.
Erstmalig stehen fünf Nebelduschen auf dem Veranstaltungsgelände. Auf dem Altmarkt bietet SachsenEnergie kostenlos Trinkwasser an. Für eine richtig gute Sause sei man insgesamt "gut vorbereitet", meint Stadtfest-Chef Schröder.