Fotovoltaik-Krise erreicht Dresden! Geht jetzt bei "Solarwatt" das Licht aus?

Dresden/Freiberg - Vor zwei Wochen erst drohte der Schweizer Solarmodul-Hersteller Meyer Burger seine Produktion am Standort Freiberg im April einzustellen, wenn sich die europäischen Wettbewerbsbedingungen nicht ändern. Nun schlägt das Dresdner Unternehmen Solarwatt ähnlich alarmierende Töne ein und denkt über eine Werksschließung nach, berichtet das Handelsblatt.

Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus (58).
Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus (58).  © Steffen Füssel

Solarwatt produziert nach eigenen Angaben mit über 600 Mitarbeitern (insgesamt europaweit rund 800) am Stammsitz in Dresden Solarmodule und Batteriespeicher. Nach einem zwischenzeitlichen Solar-Boom in den Corona-Jahren leidet die Branche mittlerweile an nachlassender Nachfrage und der Konkurrenz aus Fernost.

Jetzt droht auch den Dresdnern ohne Unterstützung das Aus. "Wenn gar nichts passiert, müssten wir darüber nachdenken, wie es mit unserer Produktion weitergeht", sagte Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus (58) im Handelsblatt-Interview. Bis Ende des Jahres müsse man sich entscheiden, ob die Fabrik geschlossen wird.

Die Branche fordert Unterstützung von der Bundespolitik. Dabei gehe es darum, "dass wir uns in Europa und in Deutschland die Fähigkeit erhalten. Forschung, Entwicklung und Produktion im Erneuerbaren-Energie-Sektor zu betreiben", so Neuhaus.

Der Solarwatt-Stammsitz befindet sich in Dresden-Klotzsche.
Der Solarwatt-Stammsitz befindet sich in Dresden-Klotzsche.  © Steffen Füssel
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Blick in die Dresdner Fabrik, in der Solarmodule produziert werden.
Blick in die Dresdner Fabrik, in der Solarmodule produziert werden.  © Thomas Türpe

Finde die Politik jetzt keine Lösung, werde es keine nennenswerte produzierende Solarindustrie in Europa geben.

Titelfoto: Fotomontage: Steffen Füssel

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