Warnstreik beim MDR: Mitarbeiter müssen wegen Corona-Regeln abwechselnd streiken

Dresden - Warnstreik vor dem MDR-Gebäude an der Königsbrücker Straße in Dresden!

"Ohne Freie kein Programm! Tarifvertrag jetzt": Worum es den Streikenden ging, war klar auf einem Transparent zu lesen.
"Ohne Freie kein Programm! Tarifvertrag jetzt": Worum es den Streikenden ging, war klar auf einem Transparent zu lesen.  © Norbert Neumann

Dort haben am Montagvormittag Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen die Arbeitsbedingungen beim MDR-Tochterunternehmen Media & Communication Systems (MCS) demonstriert.

Aufgrund der Coronaregeln konnten dabei immer nur zehn Personen gleichzeitig streiken. "Wir werden aber zwischendurch wechseln", sagt Detlef Heuke (57) von Verdi.

Mit dem Streik will die Gewerkschaft erreichen, dass das Unternehmen mit ihnen über die sozialen Standards und den Abschluss eines Tarifvertrags für die freien Mitarbeiter verhandelt. Dabei geht es unter anderem um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und einen Urlaubsanspruch.

Dresden: In die Elbe, anstatt an dürstende Bäume: Warum wird abgepumptes Grundwasser nicht vergossen?
Dresden In die Elbe, anstatt an dürstende Bäume: Warum wird abgepumptes Grundwasser nicht vergossen?

"MCS weigert sich jedoch, überhaupt mit uns zu sprechen. Das ist ein unsägliches Verhalten, das ich so nur selten erlebt habe", sagt Heuke. Deshalb soll mit dem Streik der Forderung nach Gesprächen Nachdruck verliehen werden.

MCS-Geschäftsführer Bernhard Obenaus widerspricht der Darstellung: "Natürlich hat es bereits eine Reihe von Gesprächen mit Verdi gegeben und wir sind auch weiterhin gesprächsbereit."

Wegen Corona konnten nie mehr als zehn Personen zeitgleich streiken, deshalb wurde sich abgewechselt.
Wegen Corona konnten nie mehr als zehn Personen zeitgleich streiken, deshalb wurde sich abgewechselt.  © Norbert Neumann

Sollten keine Verhandlungen aufgenommen werden, schließt die Gewerkschaft weitere Streiks nicht aus.

Aktualisiert: 13. Dezember, 17.35 Uhr

Titelfoto: Norbert Neumann

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft: