In 20 Metern Tiefe: Dresdens neuer Tunnel unter der Elbe ist fertig

Dresden - Spektakulär! In knapp 20 Metern Tiefe ebnet ein unterirdischer Gigant den Weg vom Volksfestgelände (Pieschener Allee) hinüber ans Neustädter Elbufer. Nur sieben Meter darüber: die Flusssohle der stadtnahen Elbe.  

Der Blick in das knapp 20 Meter tiefe Schachtbauwerk. Hier befindet sich der Eingang zum Tunnel.
Der Blick in das knapp 20 Meter tiefe Schachtbauwerk. Hier befindet sich der Eingang zum Tunnel.  © Eric Münch

Die Rede ist vom Fernwärme-Tunnel der DREWAG. Dieser soll die nördlichen Stadtteile Dresdens besser an die Kraftwerke Nossener Brücke und Reick anbinden.

Bei der Errichtung des Fernwärme-Dükers ist der technisch besonders anspruchsvolle Teil geschafft: die Unterquerung der Elbe. 

Dafür fräste ein 6,50 Meter langer und 100 Tonnen schwerer Maxi-Bohrer einen 240 Meter langen Tunnel mit einem Außendurchmesser von 3,20 Metern ins Erdreich. In gerade mal dreieinhalb Wochen.

Um das Meisterwerk sächsischer Ingenieurskunst zu bewundern, lud die DREWAG am Dienstag zur Begehung des Elbtunnels ein. 

"Wir haben die beiden Enden der Elbe mit einem Düker (unterirdische Druckleitung, d. Red.) verbunden. Heute wollen wir zeigen, wenn eine Stadt nicht nur über Brücken, sondern auch unter Flüsse gehen kann", so DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52). "Das ist schon etwas Besonderes."

Elbdüker-Planer Ulrich Fürst (49) im 240 Meter langen Tunnel unter der Elbe.
Elbdüker-Planer Ulrich Fürst (49) im 240 Meter langen Tunnel unter der Elbe.  © Eric Münch
DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52) freut sich über den Fortschritt.
DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52) freut sich über den Fortschritt.  © Eric Münch

Und wie geht's weiter? "Jetzt beginnt der eigentliche Fernwärme-Ausbau" erklärt Elbdüker-Planer Ulrich Fürst (49). "Dafür müssen Rohre verschweißt, mit der notwendigen Technik versehen und rübergezogen werden."

Im Dezember soll der Fernwärme-Tunnel dann in Betrieb gehen.

Titelfoto: Eric Münch

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