Drogen für die Dresdner Szene: Ehepaar aus Meißen vor Gericht

Meißen - Wohnen in Meißen, arbeiten in Dresden. So weit, so üblich für zahlreiche Pendler der Region. Doch laut Anklage kamen Hamza (35) und Gattin Houda A. (36) nur in die Landeshauptstadt, um kriminellen Geschäften nachzugehen.

Das Ehepaar Hamza (35) und Houda (36) A. aus Tunesien sitzt gemeinsam auf der Anklagebank.
Das Ehepaar Hamza (35) und Houda (36) A. aus Tunesien sitzt gemeinsam auf der Anklagebank.  © Holm Helis

Am Landgericht wird seit Dienstag gegen sie wegen Drogenhandels im großen Stil verhandelt.

Zwischen September 2019 und Januar 2020 soll das Paar mehr als 60-mal Crystal, Heroin und Kokain an eine Dealerin in der Altstadt verkauft haben.

"Der Straßenverkaufswert pro Tat lag bei 800 bis 2500 Euro", so der Staatsanwalt. Und bei mindestens einer Tat soll Hamza eine Schreckschusswaffe (Walter P88) dabeigehabt haben, die sich später auch bei der Hausdurchsuchung in Meißen fand.

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Das "Familienunternehmen" fand ein jähes Ende, als es bei der Dresdnerin zur Razzia kam.

Hamza kam durch weitere Ermittlungen im April und Houda im September 2020 in U-Haft.

Die Dealerin, die laut Staatsanwalt ihr Drogengeld (8000 Euro) sogar bei der eigenen Mutter bunkerte, mit der Begründung, es sei ein Lotto-Gewinn, wurde inzwischen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und muss nun in diversen Folgeverfahren - wie das von Hamza und Houda - aussagen.

Das Paar selbst schweigt vorerst. Ein Urteil soll Ende Februar fallen.

Titelfoto: Holm Helis

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