Ebbe in der Elbe! Weiße Flotte dampft den Fahrplan ein

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Dresden - Bei 55 Zentimetern dümpelte der Pegel am gestrigen Montag in Dresden. Der Fahrplan bei der Weißen Flotte ist eingedampft, doch nicht komplett.

Nur die Dampfer "Diesbar" und "Krippen" fahren noch.
Nur die Dampfer "Diesbar" und "Krippen" fahren noch.  © Norbert Neumann

Die beiden kleinsten Dampfer retten gerade das Fahrgeschäft. Stündlich legen die "Krippen" (1892) und die "Diesbar" (1884) im Wechsel zur Stadtfahrt in Richtung Blaues Wunder ab. Es sind die einzigen Fahrten, die noch bedient werden.

Fast trotzig klingen ihre Pfeifen beim Ablegen im Niedrigwasser. Ihre Schiffskörper sind schmal und ihr Gewicht geringer als das der übrigen Dampfer. Die "Diesbar" ist zudem das einzige noch mit Kohle betriebene Schiff der Flotte.

"Wir fahren, so lange es geht", so der Nautische Leiter Jochen Haubold (44). Mit ein paar Tricks kann bis 50 Zentimeter geschippert werden, vielleicht sogar auch bei noch niedrigerem Wasserstand, hofft Haubold. Beide Dampfer nehmen nur etwa die Hälfte der sonst zugelassenen Passagiere mit. Zudem sind die Wassertanks halb leer, überflüssiges Geschirr bleibt ebenfalls an Land.

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Die Niedrigwasser-Fahrten setzen zudem Erfahrung des Kapitäns voraus. Er muss die Flusserosionen kennen. Die Wasserverdrängung sollte gering gehalten werden. "Wir fahren langsamer, etwa drei bis vier Stundenkilometer", so Kapitän Andreas Weber (51).

Kapitän Andreas Weber (51) hat Erfahrung mit Niedrigwasser.
Kapitän Andreas Weber (51) hat Erfahrung mit Niedrigwasser.  © Norbert Neumann
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Der heißeste Job bei der Weißen Flotte: Michael Fichte (48), Maschinist vom Dampfer Meißen, schippte gestern auf dem "Diesbar" Kohle bei rund 42 Grad ...
Der heißeste Job bei der Weißen Flotte: Michael Fichte (48), Maschinist vom Dampfer Meißen, schippte gestern auf dem "Diesbar" Kohle bei rund 42 Grad ...  © Norbert Neumann

Prognostizierte Gewitter mit Regen lassen hoffen, dass der Pegel wieder steigt. "Eine grundlegende Verbesserung in den nächsten Tagen sehe ich nicht", so eine Sprecherin der Flussdirektion Elbe in Tschechien.

Aber immerhin: "Eine leichte Verbesserung von bis zu fünf Zentimetern ist jedoch möglich."

Titelfoto: Norbert Neumann

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