Ernst Hirsch dokumentierte die Stadt in bewegten Bildern: Dresden feiert seinen Filmpionier

Dresden - Herzlichen Glückwunsch! Der Dresdner Dokumentarfilmer und Sammler Ernst Hirsch feierte am Montag seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar selbst hat Dresden das größte Geschenk gemacht: Hirsch, ehrerbietig das "Auge von Dresden" genannt, hat die Entwicklung der Stadt über Jahrzehnte festgehalten und mit seiner Sammlung historischer Filme das alte Dresden auferstehen lassen. Danke!

2025 übergab Ernst Hirsch seine Film- und Kamerasammlung an SLUB und Technische Sammlungen.  © Fotomontage/Holm Helis

Ernst Hirsch dokumentierte den Wiederaufbau des Zwingers, des Residenzschlosses und nicht zuletzt der Frauenkirche. Zu DDR-Zeiten war der gelernte Feinoptiker als Kameramann in der ganzen Republik unterwegs, für die "Aktuelle Kamera" entstanden von 1954 bis 1968 rund 3000 Nachrichtenbeiträge.

Ob Leipziger Messe, Steinkohlenbergwerk in Zwickau oder Rennen auf der Autobahnspinne Dresden - Hirsch war mit der Kamera dabei.

Später, als Freiberufler, widmete er sich besonders gern der Kunst, drehte Filme über Sachsens Silbermannorgeln, das Grüne Gewölbe, die Künstler Canaletto, Caspar David Friedrich, Otto Griebel, Niki de Saint Phalle, Ludwig Richter oder Goethes Reise in die Schweiz.

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Bis heute schlägt sein Herz für Dresden - Ernst Hirsch trug über Jahrzehnte einen unglaublichen Schatz an historischen Filmen zusammen, deren ältester auf das Jahr 1903 datiert ist.

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Das Archiv von des Historikers lässt das alte Dresden aufleben - hier eine historische Aufnahme vom Altmarkt.  © Archiv Ernst Hirsch
Ernst Hirsch und seine Frau Cornelia stoßen auf den Geburtstag an (Aufnahme aus dem Jahr 2018).  © Steffen Füssel
Für einen Werbefilm für Planeta-Druckmaschinen stieg Ernst Hirsch sogar in einen Hubschrauber.  © privat
2017 wurde Ernst Hirsch (Mitte) mit der Ehrenmedaille der Stadt Dresden geehrt.  © Holm Helis
Immer wieder war er auch im Zoo Dresden mit der Kamera unterwegs.  © Ernst Hirsch

Hirsch begeistert mit "Universum"-Ausstellung in den Technischen Sammlungen

Ernst Hirsch 1956 bei Dreharbeiten in der Dresdner Altstadt.  © Fotomontage/Dirk Radig

Vorkriegsaufnahmen zeigen Dresden in alter Pracht. Doch auch Filme über das Ausmaß der Zerstörung in der Bombennacht 1945, von der Vertreibung der Juden ab 1942 gehören ebenso zur Sammlung.

Für deren künftige Nutzung hat Hirsch vorgesorgt: 400 Filmrollen übergab er schon 2023, 2025 folgte seine Film- und Gerätesammlung an SLUB und Technische Sammlungen.

Die Ausstellung "Universum" (bis 25. Oktober) in den Technischen Sammlungen widmet sich seinem Lebenswerk. Im Ernemannturm des Museums wurde er am Montag mit einem Geburtstagsempfang geehrt.

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