Während Einsatzkräfte Frau behandeln: Täter werfen Rettungsrucksack aus 10. Stock

Dresden - Schandtat in Dresden: Während eines Rettungseinsatzes wurde wichtiges Equipment entwendet und der Rettungswagen beschädigt.

Während eines Rettungseinsatzes wurden das Rettungsfahrzeug und das Equipment beschädigt.
Während eines Rettungseinsatzes wurden das Rettungsfahrzeug und das Equipment beschädigt.  © © Feuerwehr Dresden

Am Sonntagabend gab es auf der St. Petersburger Straße einen Rettungseinsatz, der anders endete, als erhofft.

Eine Frau musste im zehnten Stock eines Hochhauses medizinisch versorgt werden, der Rucksack wurde vor der Tür abgestellt.

"Der Rucksack wurde in dieser Kurzen Zeit entwendet und aus dem Fenster geworfen. Mal vom Schaden abgesehen: Wenn den Rucksack jemand auf den Kopf bekommt - das ist eine Hausnummer. Das macht uns betroffen und ärgert uns das kann man gar nicht in Worte fassen", zeigt sich Feuerwehr-Pressesprecher Michael Klahre (46) gegenüber TAG24 entsetzt.

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Der Rucksack landete auf dem unten stehenden Rettungswagen. "Der Rettungswagen ist hinüber! Die Motorhaube und alles darunter Kühler, Kunststoff, alles kaputt und nicht mehr einsatzfähig. Auch der Rucksack und die Medikamente darin."

Feuerwehr entsetzt: "Uns fehlen die Worte"

Feuerwehrsprecher Michael Klahre (46) zeigt sich entsetzt. (Archivbild)
Feuerwehrsprecher Michael Klahre (46) zeigt sich entsetzt. (Archivbild)  © Petra Hornig

Durch den Zwischenfall konnten die Einsatzkräfte mit der Patientin nicht losfahren und mussten erst auf ein Ersatzfahrzeug warten.

"Uns fehlen die Worte für dieses zutiefst verwerfliche Verhalten. Während unsere Einsatzkräfte alles dafür getan haben, einem Menschen schnell zu helfen, wurde ihre Arbeit mutwillig behindert", erklärte die Feuerwehr in einem Statement.

"Ein solcher Angriff auf einen laufenden Rettungseinsatz gefährdet nicht nur unsere Einsatzkräfte und verzögert dringend notwendige Hilfe für Patientinnen und Patienten, sondern hätte auch unbeteiligte Passantinnen und Passanten auf der Straße treffen können. Dafür haben wir keinerlei Verständnis."

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Nun ermittelt die Polizei.

Erstmeldung 9.31 Uhr, zuletzt aktualisiert 14.47 Uhr.

Titelfoto: © Feuerwehr Dresden

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