Dresden - Ein Sondengänger hat bei Wilschdorf, unmittelbar am Stadtrand von Dresden, einen spätbronzezeitlichen Schatz entdeckt. Funde wie dieser geben der Wissenschaft immer noch Rätsel auf.
Wow! So etwas passiert nicht jeden Tag: Ein jahrtausendealter Schatz, entdeckt mithilfe einer Metallsonde - und das nicht mitten, aber am Rande der Landeshauptstadt.
Wie das Landesamt für Archäologie mitteilte, besteht das Depot aus sechs gerippten Bronzeringen und einem Ringfragment.
Das Gesamtgewicht der Funde aus der Zeit zwischen 1300 und 1100 vor Christus beträgt genau 837,2 Gramm. "Als Forschungseinrichtung wird sich das Landesamt intensiv mit diesem Fund beschäftigen", kündigte Landesarchäologin Regina Smolnik (65) an.
Das ist durchaus angezeigt. Denn Funde wie dieser können trotz breiter Forschung immer noch nicht vollständig eingeordnet werden.
Sicher scheint, so das Landesamt, dass es sich nicht um in Notzeiten verborgene Schätze handelt.
"Die Tatsache, dass sich in Mitteleuropa zahlreiche vergleichbare Bronzedepots mit zum Teil regelhafter Zusammensetzung finden, lässt vermuten, dass es sich um ganz bewusste, rituell definierte Opfergaben handelt." Möglicherweise an heute unbekannte Gottheiten.