Kaum geöffnet, schon wieder zu! Aussichtsturm wird geschlossen, weil er zu sehr schwankt

Nossen - Wer schwankt, hat mehr vom Weg - oder dem wird ganz schnell schlecht! Erst im April wurde der neue Aussichtsturm von Nossen eröffnet. Nun muss er schon wieder geschlossen werden.

Betreten auf eigene Gefahr! Mitte September wird der Turm für einige Tage geschlossen.
Betreten auf eigene Gefahr! Mitte September wird der Turm für einige Tage geschlossen.  © Petra Hornig

Denn der Rodigtturm wackelt. Manch einem Besucher kann es in rund 30 Metern Höhe schon mal ganz anders werden ...

Wie das funktioniert? Wer ganz oben steht, kann durch gezielte Bewegungen den Stahlturm ordentlich aufschwingen. "Ich gebe zu, ich mache das selbst ganz gern", sagt Nossens Bürgermeister Uwe Anke (49, parteilos).

"Mein kleiner Sohn hat da auch immer sehr viel Spaß. Aber angenommen, da stehen vier Halbstarke auf der Plattform und schaukeln den Turm auf, dann schaut das Ganze richtig gefährlich aus."

Zwar sagen Statiker, dass an sich keine Gefahr bestünde, dennoch wolle man lieber jetzt handeln.

"Deshalb lassen wir den Turm Mitte September sperren und Schwingungsdämpfer einbauen", so Anke. Insgesamt zwölf Stück werden am Rodigtturm montiert.


"In einem solchen Dämpfer ist eine sehr dickflüssige Masse, diese fließt durch Lochbleche. Das macht das Ganze sehr träge und wirkt so ausgelösten Schwingungen entgegen", erklärt Carmen Israel (59) vom Hochbauamt.

Der Rodigtturm von Nossen wurde erst vor fünf Monaten eröffnet - nun muss baulich dringend nachgebessert werden (r). Bürgermeister Uwe Anke (49, parteilos) macht für die Bauarbeiten rund 30.000 Euro locker.
Der Rodigtturm von Nossen wurde erst vor fünf Monaten eröffnet - nun muss baulich dringend nachgebessert werden (r). Bürgermeister Uwe Anke (49, parteilos) macht für die Bauarbeiten rund 30.000 Euro locker.  © Petra Hornig

Insgesamt keine ganz günstige Angelegenheit: "Mit allen Arbeiten wird das rund 30.000 Euro kosten", sagt die Bauexpertin. Danach soll aber alles wie gewohnt laufen und der Aussichtsturm wieder für den Besucherverkehr geöffnet werden.

Titelfoto: Petra Hornig

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