Krankenkasse warnt vor Pflege-Notstand in Sachsen!

Dresden - Dem Freistaat droht ein Notstand in der Altenpflege, prophezeit die Barmer-Krankenkasse. Ihre neue Analyse zeichnet ein drastisches Szenario.
Wer den vielen Pflegebedürftigen künftig den Blutdruck messen soll, ist laut der Barmer-Krankenkasse fraglich.
Wer den vielen Pflegebedürftigen künftig den Blutdruck messen soll, ist laut der Barmer-Krankenkasse fraglich.  © dpa/Marijan Murat

Rund 348.000 Pflegebedürftige soll es demnach im Jahr 2030 in Sachsen geben. Das wären etwa 100.000 mehr als bisher - zuletzt zählte das Statistische Landesamt 250.812 Pflegebedürftige.

Damit würde auch die Zahl der nötigen Pfleger steigen. Für das laufende Jahr rechnet die Barmer Sachsen mit einem Bedarf von 64.000 Pflegern, im Jahr 2030 seien 73.000 Pfleger nötig.

Laut Krankenkasse ist es höchste Zeit zum Handeln, denn schon jetzt seien die sächsischen Altenheime überfordert.

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"In diesen Berufen wird aktuell an der Grenze der Belastbarkeit gearbeitet", sagt Barmer-Landesgeschäftsführer Fabian Magerl (47).

Die neue Studie befürchtet dunkle Zeiten für Sachsens Altenheime.
Die neue Studie befürchtet dunkle Zeiten für Sachsens Altenheime.  © DPA/Christoph Schmidt
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Für ihre Prognose hat die Krankenkasse die erwartete Entwicklung von Geburten, Sterbefällen und Migration ausgewertet, aber auch neue Gesetze berücksichtigt, die etwa Demenz-Kranken einen besseren Zugang zur Pflege gewähren.

Titelfoto: dpa/Marijan Murat

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