Kritik an Umfrage: Erste Ergebnisse fürs mobile Dresden

Dresden - Wie soll sich die Mobilität in Dresden entwickeln? Diese Frage will das Rathaus mit dem Mobilitätsplan 2035+ beantworten.

Bei der Entwicklung der Mobilität in Dresden spielt der ÖPNV eine zentrale Rolle.
Bei der Entwicklung der Mobilität in Dresden spielt der ÖPNV eine zentrale Rolle.  © Thomas Türpe

Dafür wurde im Januar und Februar eine Online-Befragung zu den 14 vorher erarbeiteten Leitzielen durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.

So wünschen sich viele der 3776 Teilnehmer eine hohe Verfügbarkeit der verschiedenen Mobilitäts-Optionen. "Das Auto steht für das Mobilitätsversprechen 'Einsteigen und losfahren'. Das müssen wir auf den Umweltverbund übertragen", sagt Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne).

Die Themen Klima, Teilhabe (also Barrierefreiheit und Bezahlbarkeit) und die Aufteilung des Stadtraums waren den Teilnehmern ebenfalls besonders wichtig.

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Von der FDP kommt jedoch Kritik an Form und Struktur der Onlineumfrage, weshalb sie die Ergebnisse nicht für verwertbar hält.

"Anstatt Fragen zu künftigen Mobilitätswünschen und Nutzungsverhalten zu stellen, werden Vorfestlegungen getroffen, die nur als Ganzes gegeneinander gewichtet werden. Dadurch dient die Bürgerbeteiligung nur als Feigenblatt zur Umsetzung dessen, was man sowieso machen möchte", sagt Stadtrat Christoph Blöder (39).

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne, M.) hat die Ergebnisse der Befragung zusammen mit Projektleiter Frank Fiedler (l.) und Experte Burkhard Horn vorgestellt.
Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne, M.) hat die Ergebnisse der Befragung zusammen mit Projektleiter Frank Fiedler (l.) und Experte Burkhard Horn vorgestellt.  © Ove Landgraf

Als nächster Schritt sollen nun Szenarien erarbeitet werden, wie sich diese Ziele erreichen lassen.

Titelfoto: Thomas Türpe

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