Aufführung des Kreuzchors zum 13. Februar: Bewegendes Gedenken mit h-Moll

Dresden - Im Rahmen des traditionellen Gedenkens zum 13. Februar war am Samstag in der ausverkauften Kreuzkirche Bachs h-moll-Messe zu erleben. Eingeleitet wurde der Abend durch Mauersbergers Motette "Wie liegt die Stadt so wüst", die den historischen und geistlichen Kontext eindringlich vorgab.

Kreuzkantor Martin Lehmann dirigiert den Kreuzchor mit den Solisten Miriam Feuersinger (l.) und Daniel Johannsen.
Kreuzkantor Martin Lehmann dirigiert den Kreuzchor mit den Solisten Miriam Feuersinger (l.) und Daniel Johannsen.  © Martin Jehnichen

Der Kreuzchor musizierte unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann (52) gemeinsam mit dem Dresdner Festspielorchester in historisch informierter Aufführungspraxis.

Der Chor überzeugte durch klangliche Geschlossenheit, präzise Artikulation und differenzierte Dynamik, während das Orchester mit farbiger Klangsprache überzeugte.

Das Solistenensemble war hochkarätig besetzt: Miriam Feuersinger und Hanna Zumsande überzeugten mit klarer, ausdrucksstarker Sopranarbeit, Marie Henriette Reinhold verlieh den Alt-Soli warme Tiefe und Tobias Berndt setzte als Bass markante Konturen. Im Tenor sprang Daniel Johannsen für den erkrankten Eric Stokloßa ein.

Insgesamt gelang eine konzentrierte, stilistisch klare und in ihrer geistlichen Aussage überzeugende Interpretation eines der zentralen Werke der Musikgeschichte, die dem Anlass des Abends, dem Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Krieg, völlig gerecht wurde.

Titelfoto: Martin Jehnichen

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