Berlin - Das Buch ist noch gar nicht erschienen und schon erhält der Autor dafür einen Preis. Dem in Dresden geborenen, in Berlin lebenden Schriftsteller Ingo Schulze (63) ist für seinen Roman "Das Wasser im August" der mit 20.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Preis 2026 zuerkannt worden. Das Buch (S. Fischer Verlag) soll am 26. August auf den Markt kommen.
Der Uwe-Johnson-Preis besteht seit 1994, ins Leben gerufen zehn Jahre nach dem Tod Johnsons (1934-1984).
Er wird verliehen von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V., dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg und der Rechtsanwaltskanzlei GENTZ Rechtsanwälte und Notare. Eingereicht werden veröffentlichte wie noch unveröffentlichte Texte aus den Bereichen Prosa und Essayistik.
Ingo Schulzes Roman "Das Wasser im August" führe laut Jury in eine für Uwe Johnson und sein Werk bedeutende Region - die dicht umwaldete Seenplatte Mecklenburgs sowie Städte wie Güstrow oder Neubrandenburg, die bei Johnson den Hintergrund etwa für sein vierbändiges Romanepos "Jahrestage" bildeten.
Schulzes Roman ist eine Erzählung in der Erzählung. Der Ich-Erzähler liest darin aus einer selbst verfassten, noch unveröffentlichten Novelle, die in der DDR des Jahres 1979 spielt.
Die Preisverleihung soll im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am 18. September in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin stattfinden.