Dresden - Wie aus einer kindlichen Sneaker-Sammelleidenschaft ein Familienunternehmen wurde: Hendrik Wojtasik (45) und seine Frau Nicole Geißenhöner-Wojtasik (43) haben mit "TurnschuhOssis" eine eigene Modemarke aus dem Boden gestampft.
Alles begann 1994. "Da hat sich Hendriks Leidenschaft für adidas-Turnschuhe entfacht. Anfang der 2000er ging es dann mit eBay und Käufen und Verkäufen von den Sneakern richtig ab. Hier sind enge Freundschaften entstanden", weiß die Dresdnerin Nicole.
Deshalb gründete der 45-Jährige 2019 die WhatsApp-Gruppe "TurnschuhOssis", wo sich Schuh-Fans aus Ostdeutschland austauschen. Regelmäßige Treffen und Stammtische sind seither Programm.
Nicole arbeitet dabei eigentlich seit 17 Jahren als Nageldesignerin, Hendrik auf dem Bau. Mit Hendriks Passion und Nicoles Geschäftsidee ist dann aus ein paar inoffiziellen "TurnschuhOssis"-Shirts 2022 auch der offizielle Verkauf mit Shirts, Hoodies, Westen, Jacken und Mützen gestartet - Schuhe gibt es hier übrigens nicht.
Denn das Ganze ist lediglich als Hommage an die Sneaker und "zum Kombinieren damit" gedacht.
Zwei Jahre später eröffneten sie einen Laden auf der Leipziger Straße, vereint mit beiden Leidenschaften: "Ein Bereich ist mein Studio 'S-thetic Nails' und der andere die TurnschuhOssis."
Dresdner gründen Modemarke "TurnschuhOssis"
Die Textilien stammen aus einem Großhandel; Design, Druck und Aufnäher entstehen in Handarbeit: "Unsere Freundin Jule hat unser Logo designt, unsere Website hat Carolin gemacht, jetzt näht sie sogar unsere Aufnäher drauf." Ein befreundeter Drucker in Sachsen-Anhalt bedruckt dann Textilien, die immer individuell hergestellt werden.
Online bestellen ist übrigens Fehlanzeige: "Uns ist der persönliche Kontakt sehr wichtig. Per Telefon oder vor Ort können Sie bestellen. So hatten wir fast noch nie eine Reklamation", erklärt Nicole.
Infos: turnschuhossis.de