Carte Blanche erfindet sich neu: Nur eine Sache bleibt unverändert
Dresden - Applaus! Applaus! Diese Show ist nicht nur neu - sie ist modern, dynamisch, jung. Mit "Stars & Glamour" hat sich das Travestie-Theater "Carte Blanche" selbst übertroffen. Donnerstagnacht feierte das Bühnenspektakel Premiere - und zugleich eine Neuerfindung seiner selbst.
Nicht zu übersehen: die Bühnenpracht der Kostüme, für die Chefin Zora Schwarz zehn Flüge zu Absprachen nach Bangkok, Paris und Wien auf sich nahm. Trotz des fürstlichen Preises von 50.000 Euro arbeitete Ensemble-Mitglied und "Goldfinger" Christian Kern viele Stunden am perfekten Finish der Garderobe.
Auf der Bühne verformte er Popstar Cher mit den Superhits von Abba - eine Hommage an den Film "Mamma Mia! Here We Go Again". Statt zu alten Schlagern von Nana Mouskouri fegte das Ensemble zu Hits von Adele, Céline Dion, Nina Hagen oder Lady Gaga über die Bühne.
Keine einzige alte Nummer, keine pikanten Kostüme mit wackelnden Riesenbusen. Stattdessen blitzschnelle Umzüge hinter den Kulissen und auf der Bühne ein Feuerwerk aus Musik und Artistik.
Der Franzose Quentin Dee zog an der Pole-Stange und an einer von der Decke hängenden Spirale samt Fackeln das Publikum in seinen (erotischen) Bann.
Für Lacher sorgte Steve Meinhardt mit seinen Promis aus Papier. Einzig unverändert: die geliebte, spitze Zunge von Conférencieuse Stephanie Colbert. Unbedingt hingehen!
Titelfoto: Bildmontage: Foto Koch
