Comödie Dresden präsentiert Spielzeit 2026 - Mit Fantasy-Klassiker und Tatort-Kommissar

Dresden - Mit allerlei neuen Ideen startet die Comödie Dresden mit neuem "Gernseh-Programm" ins neue Jahr. Angekündigt sind Kinoklassiker, Fantasy-Märchen und Puppenmusicals. Außerdem steht ein Jubiläum an: Im Herbst feiert die Comödie 30 Jahre in ihrer Spielstätte im World Trade Center.

Comödien-Geschäftsführer Olaf Maatz (59, r.) und der Künstlerische Leiter Christian Kühn (43) nutzen das Wort "Fernsehen" fürs Spielzeit-Motto "Gernsehen".
Comödien-Geschäftsführer Olaf Maatz (59, r.) und der Künstlerische Leiter Christian Kühn (43) nutzen das Wort "Fernsehen" fürs Spielzeit-Motto "Gernsehen".  © Robert Jentzsch

Comödien-Geschäftsführer Olaf Maatz (59) blickt auf die abgelaufene Spielzeit als "schönes Jahr 2025" zurück.

Im Haus hatte man rund 160.000 Besucher bei 323 eigenen Produktionen und 44 Gastspielen verzeichnen können (die Dezemberzahlen noch nicht eingerechnet) - das entspricht einer Auslastung von 75 Prozent.

Die Zahl hätte etwas höher sein können, wenn die Produktionen "Operette für zwei schwule Tenöre" sowie die Nazi-Satire "Familie Braun" besser gelaufen wären.

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Maatz räumt ein: "Diese Stücke hatten beim Publikum nicht so gezündet, wie wir es uns erwartet hatten." Mit 100 Prozent konnte hingegen erneut "Der Raub der Sabinerinnen" punkten: "Die Herren von Zwinger-Trio bleiben unsere Auslastungskönige."

Auf der Freilichtbühne am Elbschloss Übigau wurden rund 33.000 Gäste bei 49 Vorstellungen gezählt - mehr als in den Vorjahren.

Der Renner war das Caspar-David-Friedrich-Musical "Wanderer über dem Nebelmeer" mit der Musik von Silbermond mit einer Auslastung von 99,7 Prozent bei 15 Vorstellungen (15.000 Besucher).

Am 6. September wird die Comödie 30 Jahre alt

Ausgerechnet ein TV-Star: Schauspieler Ricky Müller (70) lädt für die Comödie zum Abschalten ein.
Ausgerechnet ein TV-Star: Schauspieler Ricky Müller (70) lädt für die Comödie zum Abschalten ein.  © Chris Gonz

In diesem Sommer will man mit dem Familienstück "Die unendliche Geschichte" nach Michael Ende in einer Fassung von John von Düffel draufsatteln (Premiere: 26. Juni).

Eine aufwendige Inszenierung Phantásiens ist zu erwarten, mit der Kindlichen Kaiserin, Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur. Der "Wanderer" wird wieder aufgenommen, wie das Roland-Kaiser-Musical "Santa Maria".

Im Stammhaus startet man mit einer Adaption des Hollywood-Hits "Rain Man" (Premiere: 13. Februar). Hauptdarsteller Richy Müller (70, "Tatort") spielt den Autisten Raymond und wirbt auch als Saison-Motiv per Fernbedienung fürs Abschalten.

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Der Künstlerische Leiter Christian Kühn (42) sagt: "Unsere Einladung zum Abschalten ist mehr als ein Spielzeitmotto, es beschreibt den Kern des Boulevards." Heißt: Leichtigkeit schenken, Mut machen und das Theater als zweites Wohnzimmer zu verstehen, besser also als das Fernsehen.

Weitere Premiere ist die Musical-Comedy "Villa Sonnenstein" (17. April) über Liebe und Würde in einem Seniorenheim. Den Mix aus Musical und "Sesamstraßen"-Puppenkomödie der Macher des Hits "Die Königs von Elbflorenz" wird Christian Kühn inszenieren.

Am 9. Oktober folgt die romantische Verwechslungskomödie "Ein Herz aus Schokolade", in der Dorothea Kriegl alle sechs Damenrollen übernimmt.

Am 6. September wird die Comödie überdies 30 Jahre alt. Dann wollen die Macher im Rahmen einer großen Gala erzählen, wie sie mit dem Haus ins vierte Jahrzehnt starten wollen.

Titelfoto: Robert Jentzsch

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