Dresden-Klotzsche: Künstlerkolonie ist in Lineal-Baracke gezogen

Dresden - Die alte Baracke der Linealfabrik in Klotzsche ist das Atelier von Erika Walther (74). Doch für zehn Tage ist sie eine deutsch-brasilianische Künstlerkolonie, in der auf Einladung der Gastgeberin 13 Künstler malen, zeichnen, schraffieren, drucken und fotografieren.

Garten samt Baracke der ehemaligen Linealfabrik auf der Rostocker Straße.
Garten samt Baracke der ehemaligen Linealfabrik auf der Rostocker Straße.  © Norbert Neumann

Eine von ihnen ist Malerin Anne Ditscherlein. Sie hat zwar in Dresden studiert, lebt aber in Paris: "Hier kann ich mich von der Metropole erholen. Es ist ein wunderbares Arbeiten."

Im Garten sitzt Lennart Kudla, zwischen Gras und Brennnesseln malt er auf eine alte Holztür florale Elemente mit Ölfarben.

Patricia de Filipi druckt mit Blättern von Bäumen und Sträuchern aus der Nachbarschaft. "Die Negation ist komplett anders als in São Paulo", sagt Patricia begeistert.

Dresden: Rotes Gold im Grünen Gewölbe: Was hat es damit auf sich?
Dresden Kultur & Leute Rotes Gold im Grünen Gewölbe: Was hat es damit auf sich?
Dresden: Diese privaten Einblicke bekommen Dresdner nur an diesem Tag
Dresden Kultur & Leute Diese privaten Einblicke bekommen Dresdner nur an diesem Tag

Feines chinesisches Papier ist die Grundlage für die Monotypien von Feres Lourenco Khoury.

Die Acrylbilder von Alexandra Kaufhold (58) sind streng geometrisch ausgerichtet.
Die Acrylbilder von Alexandra Kaufhold (58) sind streng geometrisch ausgerichtet.  © Norbert Neumann
Der Dresdner Lennart Kudla hat sich eine alte Holztür als Malgrund ausgesucht.
Der Dresdner Lennart Kudla hat sich eine alte Holztür als Malgrund ausgesucht.  © Norbert Neumann

Pop-up-Ausstellung nur am 3. September

Zarte Blätter bestimmen die Arbeiten der brasilianischen Künstlerin Patricia de Filippi.
Zarte Blätter bestimmen die Arbeiten der brasilianischen Künstlerin Patricia de Filippi.  © Norbert Neumann

Ein starker Kontrast dazu sind die grafisch anmutenden Acrylbilder von Alexandra Kaufhold.

"Jeder kann arbeiten, wie er will. Ich gebe nichts vor, sorge nur für Kost und Logis", freut sich Erika Walther ob der künstlerischen Vielfalt.

Alle über 70 Arbeiten der 13 Künstler und Plastiken von Erika Walther sind (nur) am 3. September (ab 19 Uhr) in einer Pop-up-Ausstellung im "riesa efau" zu sehen.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann (2)

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute: