Dresden - Er schwimmt und schwimmt und schwimmt! Der Dresdner Langstrecken-Abenteurer Joseph Heß (39), der in Ulm Anfang Juli in die Fluten der Donau gestiegen ist, kommt seinem Ziel immer näher. Nur wenige hundert Kilometer muss er noch zurücklegen bis zum Schwarzen Meer.
Heß erlebt derzeit in Rumänien die Folgen des Wassermangels in der Donau hautnah mit. Die Fahrrinne des Flusses ist teilweise kaum mehr als einen Meter tief. Das Ufer hat sich Inseln einverleibt.
Nebenarme der Donau liegen trocken. Die Anrainerstaaten greifen zu brutalen Mitteln, damit der Schiffsverkehr nicht zum Erliegen kommt und Kernkraftwerke nicht abgeschaltet werden müssen.
In Bulgarien und Rumänien wurden zahlreiche Lastenkähne gesprengt und im Fluss versenkt. "Man hofft, dadurch den Wasserfluss günstig beeinflussen zu können", berichtet der Dresdner.
"Uns begegnen jetzt immer mehr und immer größere Schiffe." Das birgt enorme Risiken für ihn und seinen Begleiter Thorsten Arp im Kanu.
Heß: "Thorsten hätte jüngst fast so ein Kreuzer versenkt." Der guten Stimmung im Team tut das keinen Abbruch - alle fiebern dem Ziel entgegen. Das scheint zum Greifen nah - schließlich legte Heß schon weit über 2200 Kilometer kraulend zurück.