Plaudern gegen die Einsamkeit: Am Hepkeplatz steht Dresdens herzlichste Bank

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Dresden - Hinsetzen, erzählen, zuhören: Am Hepkeplatz in Striesen steht seit Dienstag eine besondere Bank. Die neue "Erzählbank" soll vor allem ältere Menschen aus der Einsamkeit holen - und Nachbarn ins Gespräch bringen.

Stadtbezirksamtsleiter Christian Barth (53) umringt von den Nachbarn Christa (79), Regina (86), Manina (72) und Marie-Louise (73, v.l.).
Stadtbezirksamtsleiter Christian Barth (53) umringt von den Nachbarn Christa (79), Regina (86), Manina (72) und Marie-Louise (73, v.l.).  © Steffen Füssel

Stadtbezirksamtsleiter Christian Barth (53) zeigte sich "schwer beeindruckt": In einer Zeit, die immer schneller und digitaler werde, kämen echte Begegnungen zu kurz.

"Es gab noch nie so viele Emojis wie heute", sagte Barth. Trotzdem gebe es weniger echte Emotionen. Umso wichtiger seien Orte, an denen Menschen einander in die Augen schauen und Freude oder Trauer wahrnehmen.

Jeden Dienstag sitzt dort bis Ende Oktober von 14.30 bis 15.30 Uhr eine Fachkraft aus der Seniorenarbeit.

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Wer Rat sucht, Unterstützung braucht oder einfach reden möchte, kann ohne Anmeldung vorbeikommen. Ab Mai 2027 soll es weitergehen.

Die ersten Gäste nahmen direkt Platz: Christa (79), Regina (87) und Margit (80) aus der Nachbarschaft. "Wir waren einfach neugierig", erzählen die Freundinnen.

Striesens erste Erzählbank wurde am Dienstag eingeweiht.
Striesens erste Erzählbank wurde am Dienstag eingeweiht.  © Steffen Füssel
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Sie wollen auch mit anderen ins Gespräch kommen und Dinge erfahren, "die wir sonst nicht aus der Zeitung erfahren". Vielleicht könne man sogar jemandem helfen, von dessen Problemen man bisher nichts wisse.

Dass solche Orte gebraucht werden, zeigen Zahlen: Laut "Dresdner Lebenslagen 60+" von Stadt und TU fühlt sich jeder dritte Dresdner über 60 einsam. Bundesweit ist es laut Robert-Koch-Institut etwa jeder Fünfte. Sie erhöht das Risiko für Depressionen, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Titelfoto: Steffen Füssel

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