Hartha - Kurz vor Silvester brannte ein Fachwerkhaus im Kurort Hartha bis auf seine Grundmauern nieder. Seitdem vermisst wird Hausbesitzer Dieter Kecke (86). Ermittler vermuten, dass es sich beim gefundenen Leichnam um den bekannten Maler handelt.
Als die Feuerwehr Montagmorgen auf die Talmühlenstraße einbog, stand das historische Fachwerkhaus bereits in Flammen. Aus noch immer ungeklärter Ursache brach das Feuer wohl gegen 8.30 Uhr aus und verschlang am Rande des Tharandter Waldes alles, was sich ihm in den Weg stellte: Dachstuhl, Holznägel - und auch Kunstwerke.
Seit 1995 gehörte das gelbe Gemäuer dem Künstler Kecke, in dessen Vorgarten er oft seine Werke anbot. Geboren 1939 in der Sächsischen Schweiz, machte er sich vor allem als Landschaftsmaler, aber auch als Restaurateur einen Namen.
So zierten seine Öl- und Aquarell-Gemälde Dutzende Galerien, Ausstellungen und Hotels. Nach eigenen Angaben wollte Kecke mit seiner Malerei stets "ein komplexes, vielschichtiges und fantastisches Universum" erschließen.
Kecke gilt noch als vermisst. Obwohl die Einsatzkräfte eine verkohlte Leiche in der Ruine fanden. Seine Nachbarin Ilona (81) glaubt nicht mehr an ein Wunder. "Die Leiche war er", ist sie sich sicher. Der 86-Jährige habe regelmäßig auf der Bank vor ihrem Haus gesessen, um sich auszuruhen.
Nach Brand im Kurort Hartha: Leichnam noch nicht identifiziert
Er habe oft den Weg zum Haus nicht mehr gefunden, in dem er alleine lebte. "Hoffentlich hat er keine Kerze vergessen." Der Nachbarin zufolge schrillten die Sirenen in den darauffolgenden Stunden nochmals auf, "vermutlich haben die Ölrahmen nachgebrannt".
Bestätigen kann die Polizei das noch nicht. Der Leichnam wurde noch nicht identifiziert, so ein Sprecher auf TAG24-Nachfrage.