In der Neustadt: Wolle Förster baut türkisches Lokal

Dresden - Einer puzzelt gern, ein anderer wandert oder malt. Multi-Unternehmer Wolle Förster (71) frönt keinem dieser Hobbys – er baut lieber Immobilien aus. Und am liebsten Lokale. So wie das neue türkische Lokal "Can" in der Helgolandstraße, gegenüber der "NewtownBar".

Wolle Förster (71, r.) übergibt symbolisch den Schlüssel an Wirt Mustafa Bayram (47).  © Steffen Füssel

In zwei Monaten verbaute Wolle 190.000 Euro, entsorgte 13 Fuhren alte Möbel und Geräte, füllte Container mit 35 Kubikmetern Müll. Aus einer abgewirtschafteten Kneipe wurde ein Hingucker.

Seit 1. Dezember wird das Ecklokal von Cemile (47) und Mustafa Bayram (47) bewirtschaftet. Cemile kocht so wie in ihrer anatolischen Heimat Bozova. Auf der kleinen Karte stehen Lammspieß und Hackfleischbällchen.

Schon zum Frühstück gibt es Linsensuppe oder Sucuk (Rührei mit Knoblauchwurst). Kein Schnickschnack, sondern Küche wie von Muttern mit kaltem Milchreis zum Dessert. Den lieben auch die Männer.

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"Manchmal muss ich sogar nachkochen", verrät Cemile, während sie den Gulasch im Auge behält, der noch zwei Stunden köcheln muss.

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In der Küche bereitet Cemile Bayram (47) den Rindergulasch für das Mittagsangebot vor.  © Steffen Füssel

Erster Gast im Lokal war ein Nachbar

Traditionell wird zu türkischen Speisen viel Tee getrunken.  © Steffen Füssel

Ihre Gäste treffen sich hier zum Essen – und zum Kartenspiel, zu Domino, 101 oder Backgammon. Deshalb haben alle Tische auch vier Ausbuchtungen zum Abstellen für Gläser und Teller.

Der erste Gast im Lokal war übrigens ein Nachbar: Promifigaro Holger Knievel (59). Er lässt sich seither das wechselnde Mittagsangebot für 10 Euro schmecken.

Cemile und Mustafa öffnen täglich um 9 Uhr ihr Lokal. "Und wir schließen, wenn der letzte Gast geht", versichert Gastgeber Mustafa.

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