Kultur auf der Augustusbrücke: Erste Ideen gesammelt

Dresden - Zum ersten Mal seit Jahren konnten Dresdner und Touristen in der Weihnachtszeit ungehindert über die Augustusbrücke flanieren und so zwischen den Märkten auf beiden Elbseiten wechseln. Mehr als flanieren geht jedoch (noch) nicht. Ein Konzept zur touristischen und kulturellen Belebung soll das ändern. Acht Jahre nach dem Beschluss des Stadtrats liegt das nun vor.

Die Stadt hat Ideen gesammelt, wie die Augustusbrücke kulturell belebt werden könnte.
Die Stadt hat Ideen gesammelt, wie die Augustusbrücke kulturell belebt werden könnte.  © privat

Neben der Buchung von Zeitfenstern durch Straßenmusiker, die schon jetzt möglich ist, wurden dabei eine Reihe von Ideen gesammelt. So kann man sich im Rathaus beispielsweise ein Brückenfest vorstellen. Dafür wäre die Vergabe einer Konzession wie beim Stadtfest oder den thematischen Weihnachtsmärkten denkbar.

Außerdem könne die Augustusbrücke zu Terminen wie dem Stadtfest, dem Dixieland Festival, der Dampferparade sowie den Weihnachtsmärkten einbezogen werden. Das City Management Dresden kann sich ein beleuchtetes "LED-Herztor" als Fotomotiv vorstellen.

Zur Umsetzung all dieser Ideen braucht es wohl eine finanzielle Unterstützung der Veranstalter durch die Stadt. Die will auch bei der kulturellen Bespielung die Kontrolle behalten und "anspruchsvolle Künstler" erreichen. Deshalb sollen die Angebote und Veranstaltungen kuratiert werden.

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Thomas Löser (50, Grüne) findet es gut, dass nun endlich eine Ideensammlung für die Augustusbrücke vorliegt. Die Vorschläge müssen nun konkretisiert werden und das Rathaus darauf achten, dass Künstler die Brücke "ohne große Bürokratie" nutzen können.

Thomas Löser (50, Grüne) lobt die Ideensammlung, die nun konkretisiert werden müsse.
Thomas Löser (50, Grüne) lobt die Ideensammlung, die nun konkretisiert werden müsse.  © Holm Helis

Außerdem sollten ein paar Daten ausgewählt werden, an denen sie für Straßenbahnen und Taxis gesperrt und komplett bespielt wird.

Eine ganzjährige kulturelle Nutzung ist aus Sicht der Stadtverwaltung nicht möglich. "Festzustellen ist, dass aus personellen und finanziellen Gründen sowie infolge der Verkehrssituation auf der Brücke eine intensive kulturelle Nutzung auf der Brücke an 365 Tagen im Jahr unrealistisch ist", heißt es aus dem Rathaus.

Titelfoto: Fotomontage: privat, Holm Helis

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