Kurioser Kultur-Austausch: Chinesische Kunst von Dresden nach China

Dresden/Ningbo - Historische Ansichten aus Ningbo sind derzeit an ihren Entstehungsort zurückgekehrt: Das Ningbo Museum in der chinesischen Provinz Zhejiang zeigt bis zum 1. November 2026 rund 500 Exportmalereien aus der Sammlung des Dresdner Museums für Völkerkunde.

Blick in die Ausstellung im chinesischen Ningbo.  © Ningbo Museum

Titel der Schau: "Einblick und Resonanz: Szenen östlichen Lebens in Exportmalereien aus Ningbo im 19. Jahrhundert." Die farbigen Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert erzählen vom Alltag der damaligen Zeit - von Handel und Handwerk, Berufen und Bräuchen.

Die Bilder stammen aus einer Sammlung von 90 Alben des deutschen Kaufmanns und Diplomaten Paul Georg von Möllendorff (1847–1901), der lange in Ningbo lebte. Seine Tochter schenkte 1958 einen Teil der Sammlung dem Dresdner Museum, weitere Alben kamen 1960 durch einen Ankauf hinzu.

Die Ausstellung ist Teil einer Zusammenarbeit der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit dem Ningbo Museum und der Zhejiang Wanli University.

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Ziel ist es, die seltenen Bilddokumente zu digitalisieren und gemeinsam zu erforschen. Viele dieser Darstellungen sind in China heute kaum noch erhalten.

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"Die Präsentation in Ningbo gibt uns die Gelegenheit, der chinesischen Gesellschaft etwas zurückzugeben, das vor Ort verloren ist", sagt SKD-Generaldirektor Bernd Ebert (54).

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