Malerfreunde aus Dresden nach rund 100 Jahren in Ausstellung vereint

Dresden/Pirna - Sie waren Freunde, studierten in den 1920er-Jahren beide an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe in Dresden.

Hans Kotte hielt den Moment fest: Ein Bauboot liegt vor der Elbbrücke in Pirna.  © privat

Auch wenn sich danach ihr Lebensweg teilte, blieben sie immer in Kontakt. Die Ausstellung "In Kunstnachlässe geschaut: Hans Kotte und Erich Gerlach – zwei Malerfreunde" im Stadtmuseum Pirna führt sie seit letzter Woche wieder zusammen.

Johannes Kotte (1908–1970) und Erich Gerlach (1909–2000) kamen aus einfachen Verhältnissen, konnten sich ein weiterführendes Studium an der Akademie nicht leisten.

Trotzdem sind ihre Arbeiten von beachtenswerter Qualität. Gerlach arbeitete bis 1957 als Grafiker am Hygienemuseum. Seine systemkonformen Bilder wurden in allen wichtigen Kunstausstellungen gezeigt, er erhielt 1977 den Nationalpreis der DDR.

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Kotte arbeitete im Dresdner DEFA-Trickfilmstudio, wo er u. a. Bilder für die DDR-Kindersendung "Flax und Krümel" schuf.

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In der Ausstellung zu sehen: Dieses Aquarell mit zwei Bauernkindern von Erich Gerlach.  © privat
"Bauer mit Pfeife" titelte Hans Kotte dieses Porträt.  © privat

In der Freizeit malte er seine Heimat, Landschaften, Menschen und Tiere. Sein Werk blieb im Vergleich zu seinem Freund Gerlach wenig beachtet. Die Ausstellung ist bis 1. November zu sehen.

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