Sächsische Promis bei Theater-Premiere in Dresden: Bei diesem Stück dreht sich alles um die 90er

Dresden - Scooter, Gameboy, Nirvana, Cher, Tamagotchi, Fanta4, Backstreet Boys & Spice Girls - das waren die 90er-Jahre. Dazu die unglaubliche Energie der ersten Nachwendejahre - alles schien möglich. Dieses Lebensgefühl lässt das Hit-Repertoire von "Klassentreffen" im Boulevardtheater aufleben. Am Sonntag feierte es Premiere - mitten im begeisterten Publikum: Comedian Olaf Schubert (58) und Noch-"Prinz" Tobias Künzel (61).

Tobias Künzel (61, hinten links) und Comedian Olaf Schubert (58, rechts daneben) posieren für ein Erinnerungsfoto mit dem Ensemble.  © Steffen Füssel

Gerade erst haben "Die Prinzen" die Auflösung ihrer A-cappella-Band Ende 2027 verkündet, da lauscht Künzel in Dresden den alten Hits. Bei "Küssen verboten" singt das ganze Publikum mit.

"Der Song war von unserem zweiten Album, das 1992 veröffentlicht wurde. Dass er im Stück zu hören ist, freut mich natürlich sehr. Aber deshalb bin ich nicht nach Dresden gekommen", versichert Künzel. "Ich finde das Theater einfach toll, das Publikum auch. Ich komme sehr gern ins Boulevardtheater."

Woran denkt Künzel beim Stichwort 90er-Jahre? "An den ersten Bravo-Starschnitt, wo ich selbst drauf war - das war unvorstellbar. Und an unsere erste Prinzentour. Als die beendet war, bekamen wir von unserer Agentur jeder ein Handy geschenkt. Da gab es noch das C-Netz", schmunzelt Künzel.

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"Ich glaub’, mein erstes Handy war von Motorola", erinnert sich Olaf Schubert. Und was fällt ihm noch zu den 90er ein? "Wir hatten Westgeld, und das war Grund genug zur Freude."

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Theaterleiter Olaf Becker (l.) freut sich über den Besuch von "Prinz" Tobias Künzel.  © Steffen Füssel

Auch wenn er ausnahmsweise mal keinen Rhomben-Pullunder trägt - aus seiner Rolle aus Comedian kommt Schubert nicht raus. Und er schiebt nach: "Die Neustadt war plötzlich das aufstrebende Viertel. Da passierte was."

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