Scharf-saurer Genuss: Dresdner Inder feiert die Rückkehr des Königs
Dresden - Einmal Südindien und zurück - das erleben Gäste im Löbtauer Restaurant "Der Deccan" auf der Saalhausener Straße. Hier werden nicht nur klassische Gerichte wie Dosa (gefüllte Reis-Pfannkuchen), Idli (Reis-Bohnen-Kuchen) oder Sambar (scharf-saurer Linseneintopf) geboten - Mittwoch und Donnerstag wird das südindische Erntedankfest "Onam" gefeiert.
Dabei kommen alle Speisen auf ein frisches Bananenblatt. "Die gibt es in Südindien nämlich an jedem Haus, deshalb wird das traditionell genommen.
Drauf sind dann etwa 27 kleine Speisen, sogenannte Onam Sadhya. Hier ist alles von fermentierten Mango Pickles, Kichadi, also einem Eintopf aus Reis und Linsen, verschiedene Currys bis hin zu Papadam-Brot und Reis dabei", freut sich Chef Nikhkil Boora (26).
Das Fest hat dabei schon eine jahrhundertealte Geschichte in der Region Kerala: "Es geht um die jährliche Rückkehr von König Mahabali, der sehr großzügig und deshalb beliebt beim Volk war.
Er wurde dann aber vom Gott Vishnu in die Unterwelt verbannt", erklärt der Restaurant-Chef.
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Festival kommt zum zweiten Mal in Folge nach Dresden
Die Bedingung des Königs war allerdings, seine Untertanen einmal im Jahr zu besuchen, um zu schauen, ob die Ernte gut angelaufen ist. "Somit wird nun die Rückkehr als 'Onam' gefeiert."
Für den Wirt hat es eine besondere Bedeutung, das Festival bereits das zweite Jahr in Folge nach Dresden zu bringen.
"In Sachsen gibt es nur zwei südindische Lokale und uns als Malayali fehlt das hier manchmal. Um unsere Wurzeln nicht zu verlieren, feiern wir das jetzt also einfach. Wir wollen unsere besondere Küche zeigen und für und mit den Dresdnern feiern!"
Reservierungen: derdeccan.de
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis, Eric Münch

