Scheune fast fertig saniert: Herz der Neustadt soll bald wieder schlagen
Dresden - Fast geschafft! Bautechnische Mängel und fehlende Barrierefreiheit waren gute Gründe dafür, dass die 1951 errichtete "Scheune" in der Dresdner Alaunstraße vor rund vier Jahren für eine Kernsanierung und Erweiterung geschlossen wurde. Ab September pulsiert das Herz der Neustadt hier wieder.
Der Hof ist mit Bauzäunen abgesperrt, drinnen riecht es nach Lack und Farbe, in einem Nebenraum des Foyers wird noch immer gemalert und gebohrt: "Wie so häufig kurz vor Abschluss einer Baustelle gibt es enorm viel zu tun", berichtet Jens Lerch (53), Sachgebietsleiter im städtischen Hochbauamt, optimistisch lachend.
Im November 2018 hatte der Stadtrat der Sanierung zugestimmt, kalkulierte zunächst mit Kosten in Höhe von sieben Millionen Euro.
Letztlich waren vier Millionen mehr zur Wiederbelebung der Scheune nötig: "Das Konzept war so gut, dass wir gesagt haben, wir reißen nicht alles ab, sondern behalten wesentliche Elemente der Scheune bei", so Lerch.
Doch von außen betrachtet hat die Scheune ein neues Gewand erhalten, sieht auch in Lerchs Augen "eher aus wie ein Neubau".
Der Zugang zum Café und zur Eventlocation ist getrennt. Insgesamt ist das Gebäude durch einen neuen Anbau an der Nordseite und Erweiterungen an beiden Längsseiten breiter und höher geworden, ist nun von Dach bis Keller (inklusive Toiletten und Backstage) barrierefrei.
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Scheune-Verein ist schon eingezogen, Eröffnungsfestival im September
Im Innern erinnern Decken und Fensterbänke an die alte Scheune. Der kleine Tanzsaal im Erdgeschoss, dessen Seite zur Louisenstraße hin voll verglast ist und sich öffnen lässt, bietet Platz für rund 200 Gäste.
Im großen Saal im ersten Stockwerk stehen eine Bühne von 92 Quadratmetern Fläche, 220 Quadratmeter Tanzfläche für rund 550 Gäste davor: "Die Decke hängt am Dach, dadurch brauchen wir keine Stützen", so Lerch stolz.
Der Scheune e. V. ist bereits in die Büroräume eingezogen. Das Eröffnungsfestival am 18. September wird vorbereitet.
In der jahrelangen Bauzeit habe sich der Verein neu erfinden und die Marke Scheune wahren müssen. "Es ist eine große Freude zu sehen, wie alles fertig wird", berichtet der Programmverantwortliche Frank Schöne (48). Infos: www.scheune.org.
Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel

