Wann kommt das ZDF-Adventskonzert aus der Frauenkirche im Fernsehen?

Dresden - Das ZDF-Adventskonzert mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden leitet an diesem Wochenende als festlicher Auftakt die Adventszeit ein. Am Samstag wird in der Frauenkirche aufgezeichnet, bereits am Sonntag strahlt das ZDF das Konzert zur gewohnten Vorabendzeit (17.55 Uhr) aus.

Dirigent Nicholas Collon (42), hier mit der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast.
Dirigent Nicholas Collon (42), hier mit der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast.  © wunderwaldphoto

Damit setzt der Sender eine inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte alte Tradition fort, die 2000 noch auf der Baustelle der Frauenkirche während ihrer Wiedererrichtung Anfang nahm und sich seitdem zu einem verlässlichen Publikumsmagneten mit stabilen, teils steigenden Einschaltquoten entwickelt hat.

Zuletzt verfolgten rund 1,75 Millionen Zuschauer am Bildschirm das Konzert - ein bemerkenswerter Wert für ein Format klassischer Musik im deutschen Fernsehen. In diesem Jahr steht Nicholas Collon (42) am Pult der Staatskapelle, flankiert von den beiden großen Dresdner Chören: dem Kreuzchor und dem Staatsopernchor. Die Moderation übernimmt Stephanie Stumph (41).

Der Brite Collon gab sein Debüt bei der Staatskapelle im Juni 2024, als er im 11. Sinfoniekonzert kurzfristig die Leitung für den erkrankten Myung-whun Chung (72) übernahm.

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Das Adventskonzert ist sein zweites mit dem Orchester. Besser bekannt ist der Kapellmeister aus London durch seine Arbeit mit der Dresdner Philharmonie - fünfmal seit 2017 war er dort schon zu Gast, zuletzt im Februar, und ein weiteres Gastspiel steht bevor: Im Februar konzertiert Collon mit dem Philharmonischen Orchester sowie der Organistin Anna Lapwood (30).

ZDF setzt bei Solisten auf Prominenz

Geiger und Musikdirektor Daniel Hope (52) in der Frauenkirche .
Geiger und Musikdirektor Daniel Hope (52) in der Frauenkirche .  © Oliver Killig

Das Programm im Adventskonzert der Staatskapelle ist klar strukturiert und abwechslungsreich. Den Auftakt bildet "Jauchzet, frohlocket" aus Bachs "Weihnachtsoratorium", bevor die Reise durch mehrere Epochen führt: Griegs "Ave maris stella", Berlioz' inniges "L’Adieu des bergers" und das traditionelle "In dulci jubilo" markieren einige Höhepunkte.

Bei den Solisten setzt das ZDF auf Prominenz. Daniel Hope (52), international gefeierter Geiger und zugleich Musikdirektor der Frauenkirche, ist zum zweiten Mal Teil des Adventskonzerts. Er interpretiert Schönbergs "Notturno für Streicher und Harfe" sowie Richard Strauss' "Morgen".

Die Sopranistin Elsa Dreisig (34) bringt mit der Arie "Jeg beder for hver" aus Peter Heises Oper "Drot og Marsk" und Mozarts "Exsultate, jubilate" vokale Leuchtkraft ein. Tenor Benjamin Bernheim (40) steuert mit Adolphe Adams "Cantique de Noël" einen weiteren Höhepunkt bei. Mozarts Flötenkonzert KV 314 und das beliebte "Ave-Maria" in der Bach/Gounod-Fassung runden das Programm ab, bevor das traditionelle "Macht hoch die Tür" (von Georg Weißel) den Abend beschließt.

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Dass das Adventskonzert längst mehr ist als nur irgendeine festliche Fernsehausstrahlung, zeigt seine Geschichte: Von den ersten Konzerten während des Wiederaufbaus der Frauenkirche bis zu TV-Aufzeichnungen hat sich ein Format entwickelt, das künstlerische Qualität, historischen Ort und großes Publikumsinteresse verbindet.

Die diesjährige Ausgabe knüpft dort an - mit renommierten Gästen, einem sorgfältig abgestimmten Programm und dem besonderen, viel beschworenen Klang der Staatskapelle, die dieses Konzert von Anbeginn prägt.

Titelfoto: wunderwaldphoto

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