Kunst zieht um die Ecke: Aquarell-Malerin bringt Farbe ins "Kempi"
Dresden - Ihre Bilder sind quasi nur um die Ecke gezogen. Bis Januar stellte die Zwickauer Aquarellmalerin Tina Gehlert (60) im Steigenberger-Hotel am Neumarkt aus. Jetzt sind ihre Kunstwerke bis zum 13. März im Kempinski zu sehen. 37 Aquarelle schmücken das Restaurant "Kastenmeiers".
Natürlich sind es andere Bilder - großformatige Landschaften aus der Sächsischen Schweiz, ein Blick von den Proschwitzer Weinhängen auf die Albrechtsburg, Frauenkirche, Semperoper, Brühlsche Terrasse.
"Diese Motive habe ich vor Ort skizziert und dann in meinem Atelier vollendet", beschreibt die gelernte Kauffrau ihren Schaffensprozess. "Zu Unrecht werden Aquarelle in Deutschland noch stiefmütterlich behandelt", sagt Tina Gehlert.
Damit sich das ändert, engagiert sie sich in der Deutschen Aquarellgesellschaft, die es seit 2012 in Deutschland gibt und die über 400 Mitglieder zählt.
Die Künstlerin ist stolz darauf, dass ein 150 mal 100 Zentimeter großes Aquarell von ihr im Meeraner Rathaus hängt. Andere Arbeiten haben eine Heimstatt im Landgericht Zwickau gefunden.
Ihre Leidenschaft fürs Aquarell gibt Tina Gehlert (www.tina-gehlert.de) gern weiter - in Kursen und auf Malreisen für maximal zwölf Kunstsinnige. Sie führen in den Kulturraum zwischen Ostsee und Toskana. "Diese viertägigen Reisen sind eine wunderbare Kombination aus Erleben, Malen und Gesprächen. Da wird richtig gearbeitet", versichert Tina Gehlert, die viele Jahre auch an der Volkshochschule unterrichtet hat.
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis
