Alle meckern über junge Leute, doch keiner tut was: Schiffscontainer als Jugendtreff in Dresden gefordert
Dresden - Schiffscontainer als Jugendtreffs - bald auch in Dresden? Wenn es nach der SPD in der Neustadt geht, lautet die Antwort: Ja! Die Politiker wollen mit überdachten, konsumfreien Treffpunkten mehr Platz für junge Menschen im öffentlichen Raum schaffen.
Der Stadtbezirksbeirat Neustadt hat einen entsprechenden SPD-Antrag einstimmig beschlossen.
Als Pilotprojekt soll geprüft werden, ob auf einer Schotterfläche im Alaunpark ein offener Schiffscontainer oder ein mobiles Parklet aufgestellt werden können.
"Alle beschweren sich, wenn Jugendliche nur noch drinnen hocken und am Computer zocken. Aber wenn sie rausgehen, gibt es kaum Orte, an denen sie einfach nur sein dürfen, ohne Geld auszugeben", sagt SPD-Stadtbezirksbeirat Christian Demuth (53).
Gerade im Winter oder bei Regen stünden viele Jugendliche "buchstäblich im Regen".
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München als Vorbild
Für Demuth ist deshalb klar: "Der Alaunpark ist das Wohnzimmer der Neustadt, und jedes Wohnzimmer braucht ein Dach über dem Kopf."
Vorbild ist München, wo seit der Corona-Pandemie bereits offene Container und überdachte Aufenthaltsorte für Jugendliche eingerichtet wurden.
Langfristig soll die Idee auch auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden, unter anderem im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau.
Bis daraus etwas wird, braucht es allerdings noch Geduld. Wie die Stadt auf TAG24-Anfrage mitteilt, erarbeiten und stimmen die zuständigen Fachämter derzeit eine Stellungnahme zu dem Beschluss ab.
Erst danach will die Verwaltung weitere Details bekannt geben.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Stefan Zeitz, Steffen Füssel

