Am Wochenende werden Dresdens Friedhöfe belebt
Dresden - Für gewöhnlich sind Friedhöfe Orte der Ruhe und des stillen Gedenkens. Anlässlich der Tage des Friedhofs am 19. und 20. September kommt Leben rings um die sonst so beschaulichen Ruhestätten.
"Wir haben eine Zeit, in der wir stille und mehr grüne Orte brauchen, an denen sich Menschen begegnen können. Friedhöfe sind unsere Antwort darauf", erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) anlässlich des Friedhofstages.
Unter dem Motto "Oasen der Natur und Pflege der Seele" laden 14 Dresdner Friedhöfe am Wochenende zu Führungen, Gesprächen sowie Kaffee und Kuchen ein. Veranstaltungen, die auf den Friedhöfen jedoch längst zum Alltag gehören.
Wie vielseitig die Ruhestätten inzwischen geworden sind, zeigt auch die Ausstellung "Friedhof? Mehr als du denkst!", die ab Donnerstag für vier Wochen im Stadtforum zu sehen ist.
Dabei geht es nicht nur um den Wandel der Friedhöfe im Laufe der Zeit, sondern auch um ihre Rolle als Grün- und Lebensräume.
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Immer häufiger Diebstähle auf Dresdens Friedhöfen
Einen eigenen Bereich widmete Kuratorin Nathalie Reith (30) auch den Problemen, mit denen die Friedhofsverwaltungen gegenwärtig zu kämpfen haben. Unter der Überschrift "Gestohlen" werden Vandalismus und Diebstahl in den Blick genommen.
"Wir müssen feststellen, dass die Leute einfach Dinge tun, wo sie meinen, wir müssen ...", moniert Heike Hofmann (54) vom Netzwerk der Dresdner Stadtteilfriedhöfe. Vor allem Bronzeabdeckungen, aber auch vermeintlich wertlose Gegenstände wie Gießkannen und Kerzen verschwinden immer häufiger von den Grabstätten.
Instandsetzungen und Rekonstruktionen sprengen meist den preislichen Rahmen der Verwaltungen.
Auch der Erhalt der teils historischen Stätten wird zunehmend zur Belastung. Die bis zu 8000 Grabmäler pro Friedhof und die weitläufigen Grünanlagen müssen gepflegt und instand gehalten werden.
Hilfe kommt von mittlerweile mehr als 300 Grabpatenschaften, die beim Erhalt der Grabstätten mit anpacken.
Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig (2)

