Von Bali bis zur Frauenkirche: Dresdner legt 20.000 Kilometer ohne Flugzeug zurück
Dresden - Nach 124 Tagen und rund 20.000 Kilometern ist der 20-jährige Mattis von Bali aus ganz ohne Flugzeug in seine Heimat zurückgekehrt. Das letzte Teilstück von rund 86 Kilometern legte er bei einem Ultramarathon von Ústí nad Labem (Tschechien) bis zur Dresdner Frauenkirche an der Elbe zurück.
Als Mattis gegen 16.30 Uhr die Frauenkirche erreicht, liegt ein Weg hinter ihm, die er so schnell wohl nicht vergessen wird. "Die Reise war unglaublich - es ist halt etwas, was man nur einmal im Leben macht. Es war eine Erfahrung, die man so nicht anders bekommt", erzählt der Dresdner im Gespräch mit TAG24.
Vier Monate lang war er unterwegs - größtenteils per Anhalter, aber auch mit Bus, Fähre und Zug. Übernachtet hat er dort, wo es sich grade ergeben hat. Immer wieder musste er spontan entscheiden, wie es weitergeht. "Man lernt nicht anders mehr über die Welt als so, denke ich", so Mattis.
Denn nach seinem Aufenthalt in Australien und der Zeit auf Bali wollte der 20-Jährige nicht einfach ins Flugzeug steigen und nach Hause fliegen. Stattdessen wollte er Erinnerungen sammeln - und vor allem Menschen kennenlernen. Die zahlreichen Begegnungen unterwegs machten die Reise für ihn zu etwas ganz Besonderem.
"Ich war in Usbekistan zweimal auf eine Hochzeit eingeladen. [...] In China wurde ich so oft zum Essen eingeladen, [...] habe mit Uiguren Schnaps getrunken - ich könnte ewig darüber reden, fast so lange wie die Reise selbst war", schwärmt Mattis.
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Nach vier Monaten endlich wieder daheim
Seine Erlebnisse hielt Mattis während der Reise auch in den sozialen Medien fest. Dort konnten seine Follower verfolgen, wie sich sein Weg zurück nach Dresden zu einer monatelangen Reise durch zahlreiche Länder entwickelte.
Nun ist das Ziel erreicht. In Dresden wurde Mattis von seiner Familie und seinen Freunden empfangen.
Nach vier Monaten unterwegs will er jetzt vor allem eines: nach Hause und "erstmal bisschen rumliegen", sagt er lachend.
Allzu lange dürfte die Ruhe allerdings nicht anhalten. "Nach so einer Reise wird es wahrscheinlich nicht lange dauern, bis es mich wieder weit weg von zu Hause zieht", so Mattis.
Titelfoto: xy

