Endlich ein Seniorentreff für Leubnitz-Neuostra: Jeder dritte Bewohner ist jenseits der 60
Dresden - Der Stadtteil Leubnitz-Neuostra gehört zu den ältesten Dresdens - wenn es um das Durchschnittsalter seiner Einwohner geht.
37,3 Prozent der Menschen, die dort leben, sind über 60 Jahre alt (Dresden gesamt: 28 Prozent). Einen Seniorentreff suchte man vor Ort allerdings vergeblich - bis Mittwoch.
Da eröffnete die AWO Sachsen am Kreisverkehr Wilhelm-Franke-Straße Räume für Begegnung und Beratung. Der erste Andrang: groß.
"Früher war hier ein Blumenladen", wusste Anita Scholz (85) zu berichten. Die Rentnerin schaute bei der Einweihung des Treffs mit einer persönlichen Agenda vorbei. "Ich habe Interesse an einem Sportangebot für Senioren. Vielleicht gibt es das hier", sagte sie neugierig.
Siegrid Böhm (82) war bei der Eröffnung auch auf der Suche. "Ich brauche tatkräftige Hilfe in meinem Garten. Die Anlagen sind so groß wie ein Park. Allein schaffe ich das nicht mehr", erzählte die rüstige Rentnerin.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Treff ist wochentags jeden Vormittag geöffnet
Danach wendete sie sich an AWO-Mitarbeiterin Ellen Nowak (39). Sie notierte die "Wünsche" der ersten Gäste an diesem Vormittag.
Auf ihrem Zettel standen nach wenigen Minuten viele Punkte. Die Menschen wünschen sich Handarbeitszirkel, Spielerunden, Sozialberatung sowie frohe Treffs mit Rate-Runden, Knobelaufgaben und Gedächtnistraining.
Fröhlich gibt Nowak allen vorbeischauenden Rentnern die Info mit: Künftig ist der Treff wochentags jeden Vormittag geöffnet, dienstags und mittwochs auch nachmittags. Während der Öffnungszeiten gilt: einfach vorbeikommen und kennenlernen.
Genau so ein Angebot im Viertel hat sich Günter Preuß (80) seit Jahren gewünscht. Er lebt allein, sagt: "Ich hoffe, dass ich hier künftig in gemütlicher Runde Menschen treffen und Gedanken mit ihnen austauschen kann."
Titelfoto: Holm Helis

