Anwohner-Wut über das Verkehrs-Chaos in Striesen: "Wie auf der Autobahn"

Dresden - Seit September dürfen Autofahrer die Laubestraße in Striesen - Dresdens erste Fahrradstraße - nicht mehr durchgängig befahren. Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) ließ dort gegenläufige Einbahnstraßen einrichten. Anwohner sind mit den Nerven am Ende.

Laut Brunhild Oehme (81), Frank Oppe (57), Helmut Weigelt (85) und Anne Meyer (v.l.) hat der Autoverkehr auf der Mansfelder Straße massiv zugenommen.  © Ove Landgraf

Vorher habe es keine Probleme mit Autofahrern auf der Fahrradstraße (Radler haben Vorrang) gegeben, berichten sie TAG24. Mit der neuen Regelung - die Durchgangsverkehr reduzieren sollte - werden Autos durchs Wohngebiet geleitet.

Statt der Laubestraße ist die Mansfelder Straße Transitstrecke zwischen Bertolt-Brecht-Allee und Bergmannstraße geworden.

"Das läuft hier wie auf der Autobahn", schildert Anwohnerin Brunhild Oehme (81). "Der Verkehr hat stark zugenommen, es ist richtig gefährlich geworden."

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Das Tempolimit werde auch ignoriert. Nachbar Helmut Weigelt (85): "Früher war die Mansfelder Straße schön ruhig. Jetzt hat man ständig den Fuß auf der Bremse."

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Die Mansfelder Straße ist eng, für viel Verkehr gar nicht ausgelegt.  © Ove Landgraf
Seit September ist die Laubestraße für Autos nicht mehr durchgehend befahrbar.  © Norbert Neumann

Posse war schon Thema im Stadtrat - doch auch das brachte vorerst keine echte Wendung

Anwohner wie Andreas Butzke (44) richteten schon Beschwerden an den Bürgermeister.  © Ove Landgraf

Auch der Lärm sei nicht auszuhalten. "Ich meide schon die Terrasse oder trage Ohrstöpsel", erklärt Anne Meyer, die bereits Beschwerden an den Bürgermeister gerichtet hat.

Genau wie Andreas Butzke (44) von der Elfriede-Lohse-Wächtler-Straße: "Hat nichts gebracht. Wir Anwohner sind alle sauer." Die Straßen seien so stark befahren, dass die Lebensqualität leide. "Die Katzen lassen wir seltener raus, die Kinder bewegen sich vorsichtiger."

Die Posse war schon Thema im Stadtrat: Im November empfahl eine Ratsmehrheit, die Regelung zurückzunehmen. Doch darüber entscheidet die Verwaltung.

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Auf TAG24-Anfrage heißt es, dass man erst die vielen Widersprüche bearbeiten wolle, die gegen die Maßnahme eingegangen sind. Erst danach soll entschieden werden, wie es weitergeht. Das kann dauern ...

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