Dresden - Mehr als zwei Monate sind nach dem Barackenbrand in Dresden-Strehlen mit der Freilegung von Asbest-Dachplatten an der Caspar-David-Friedrich-Straße vergangen. Das Rathaus hatte Wochen verstreichen lassen, bevor es dem Grundstücks-Eigentümer eine Frist zur Beräumung setzte. Die ist längst abgelaufen - der Giftmüll noch immer nicht beseitigt.
TAG24 hatte mehrfach über den fragwürdigen Umgang des Rathauses mit dem Asbest-Müll berichtet.
So ließ das Umweltamt den kontaminierten Gehweg etwa mit einer Kehrmaschine reinigen. Das führte zu Ermittlungen der Rechtsaufsicht der Stadt, die noch laufen.
Erst nach Wochen setzte das Rathaus der Frankfurter Immobilienfirma zudem Fristen zum Handeln. So ist der giftige Brandmüll seit 27. April wenigstens abgedeckt, hatte sich zuvor allerdings bereits auf umliegende Areale verteilt, darunter auch auf Beete eines Nachbarn.
Die Frist für die Beräumung lief am 6. Mai ab. Laut Rathaus habe der Grundstücks-Eigentümer eine Firma beauftragt, die allerdings erst noch eine Schadstoff-Laboranalyse (dauert drei bis vier Wochen) der Brandabfälle durchführen lässt, damit diese richtig entsorgt werden können.
"Aus Sicht der unteren Abfallbehörde sind diese Abläufe und die dargelegte Zeitschiene plausibel", so Stadtsprecher Alexander Buchmann (39). Darum sehe man trotz Fristablaufs von einem Zwangsgeld ab. Geplant sei, dass die Entsorgungsarbeiten zwischen 25. Mai und 5. Juni beginnen.