Batterie-Panne: So kam es zum zweiten Stromausfall im Schloss

Dresden - Während der Prozess gegen den Remmo-Clan schon lief, kam es am 10. April plötzlich wieder zu einem Stromausfall. Auf Anfrage des Linken-Abgeordneten Rico Gebhardt (59) erklärte Kulturministerin Barbara Klepsch (56, CDU) jetzt, was passiert war.

Nach dem Einbruch im November 2019 kam es vor rund einem Monat wieder zu einer Panne im Residenzschloss.
Nach dem Einbruch im November 2019 kam es vor rund einem Monat wieder zu einer Panne im Residenzschloss.  © Sebastian Kahnert/dpa

Kurz vor 14.30 Uhr herrschte plötzlich Verunsicherung in Albertinum, Zwinger und Residenzschloss. Alle Ausstellungen mussten plötzlich geräumt werden.

Grund war ein Defekt eines Bauteils in der Gebäudeautomation, das entsprechende Teil wurde abgeschaltet. Damit nicht plötzlich alles ausfällt, sprang die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) an, also eine Batterie.

Das Problem: Eigentlich hält die Batterie nur für kurze Zeit, bis ein Notstromaggregat übernimmt. Das springt aber nur an, wenn die Stromversorgung von außen unterbrochen wurde.

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In diesem Fall war das nicht so. "Das führte dazu, dass die USV nach Ablauf der Pufferzeit leerlief und es dadurch zu einer Systemabschaltung kam", so Klepsch.

Kulturbürgermeisterin Barbara Klepsch (59,CDU) erklärte nun, was in den Kunstsammlungen schieflief.
Kulturbürgermeisterin Barbara Klepsch (59,CDU) erklärte nun, was in den Kunstsammlungen schieflief.  © Thomas Türpe
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Das soll so nicht noch mal passieren: Zwischenzeitlich wurde die Batterie mit einer zweiten Stromversorgung versehen, sodass sie nicht mehr so einfach leerlaufen kann. Außerdem sollen weitere Maßnahmen ergriffen worden sein, die die Ministerin aus Sicherheitsgründen nicht verriet.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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